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Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Der Sommer 2020 ist definitiv ein Besonderer. Für die meisten fällt Urlaub außerhalb Deutschlands dank Corona flach. Zu groß ist das mulmige Bauchgefühl oder die Angst bei einem spontanen Lockdown nicht mehr zurück nach Hause zu kommen. Wessen  Angehörige zu einer so genannten „Risikogruppe“ gehören, und sie schlimmstenfalls nicht besuchen darf, befindet sich quasi in Daueralarmbereitschaft. Wir denken wehmütig an die freien Tage im letzten Jahr zurück, als es völlig normal war sich in einem überfüllten Café zu verabreden, sich zur Begrüßung zu umarmen und als man Desinfektionsmittel gedanklich eher dem medizinischen Bereich zuordnete. Jetzt versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen, sich trotz schwankender Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zumindest ein bisschen Sommerstimmung zu tanken, was auf einem Minibalkon mit Plantschbecken direkt an der stark befahrenen Straße gar nicht so einfach ist. Ich habe mich in den letzten aufregenden Wochen auch zunächst eher aufraffen müssen, um mal wieder zu lesen. Zu groß war die alltägliche Informationsflut, die eingeordnet werden musste. Erst durch den Klappentext von Julia Holbes „Unsere glücklichen Tage“, und den leicht sentimentalen Gedanken zurück an einen vergangenen Sommer, konnte ich endlich versuchen die Realität hinter mir lassen. Aber habe ich mich vielleicht zu früh gefreut?

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Katherine Webb: Die Frauen am Fluss

Ich hatte gehofft, dass wir, wenn ich diese Rezension schreibe, uns schon in der Zeitrechnung „Nach-Corona“ befinden und wir schon mehr oder weniger zu unserem üblichen Alltag zurückgefunden haben. Stattdessen höre ich immer mehr Geschichten aus meinem Umfeld, wie versucht wird Familie, Job und Kinderbetreuung zu vereinbaren, nicht durchzudrehen und irgendwie weiterzumachen. Meine Nachbarin genoss gestern ein paar ruhige Minuten ohne Nachwuchs, ihr Mann hatte die Kids „übernommen“. In dieser fast schon heiligen Zeit, saß sie auf einer Liege im Hof und las in Ruhe ein Buch. In den letzten Monaten habe ich auch an mir beobachtet, dass wenn mir die Situation über den Kopf zu wachsen schien, und ich nicht zur Ablenkung weitere x Kilometer spazieren gehen wollte, nur noch das Lesen half, um etwas ruhiger zu werden. Kennt ihr das auch? Vielleicht findet ihr hier auf unserem Blog Inspiration für euren „Moment zum Durchatmen“, das nächste Buch, das ihr lest. Von Katherine Webb habe ich bereits viele Frauenromane gelesen, wie z.B. „Das fremde Mädchen“. Besonders jetzt suche ich aktiv nach Romanen mit hoher Seitenanzahl, um möglichst lange Lesen zu können. „Die Frauen am Fluss“ hat knapp 500, vollgepackte Seiten Geschichte- aber lohnen die sich?

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Miquel Reina: Lichter auf dem Meer

Es gibt Bücher, die kaufe ich und lese sie dann ganz bewusst, wenn ich in einer ganz bestimmten Stimmung bin. Es gibt aber auch Bücher, die kaufe ich aus dem Bauch heraus und lese sie dann nur, um meinen Stapel abzuarbeiten. Oder es gibt die Buchkäufe, wo ich zuerst auf das Cover achte und dann einfach hoffe, dass mich der Klappentext genau so überzeugt, wie schon die Front. So war es bei „Lichter auf dem Meer“. Beides fand ich ansprechend- gekauft. Nun muss ich sagen, dass dieser Roman dennoch eine Weile unbeachtet in meiner Buchecke lag, weil ich bewusst in diesen Zeiten der Isolation eher seichte Literatur, oder Lektüre, wo ich schnell einen thematischen Zugang finde, präferiert habe. An einem sonnigen Tag bewaffnete ich mich nun aber mit diesem Exemplar, verzog mich auf meine Lieblingsbank im Grünen, gleich neben einer Pferdekoppel (nein, ich bin kein Großgrundbesitzer) und versank in der Geschichte von Harold und Mary.  Weiterlesen

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Nicolas Barreau: Die Liebesbriefe von Montmartre

Ah oui…, „l`amour.“ Mich alten Frankreichfan kann man mit französischen Autoren oder Geschichten, die dort spielen, sehr leicht um den Finger wickeln. Ich bekomme wahrscheinlich beim Lesen sogar automatisch einen verklärten Blick und mit viel Phantasie rieche ich die Lavendelfelder des Südens. Hach. Ich schweife ab. Tatsächlich habe ich durch Zufall einen Roman von „Nicolas Barreau“ in den Händen gehabt, in meinem Lieblingsbuchladen im Allgäu. Seitdem versuche ich alle Romane von ihm zu lesen und so fand ich dieses schöne Buch (nicht nur) für Frauen. Man munkelt ja, dass sich hinter dem Autorennamen tatsächlich eine Verlegerin verbirgt, die mittlerweile sogar unter verschiedenen Pseudonymen tätig ist. Es ist einigen Lesern nämlich aufgefallen, dass es „seine“ Bücher scheinbar gar nicht als französisches Original zu kaufen gibt, bzw. diese gar nicht existieren. Mysteriös! Franzose hin oder her, es geht hier ja schließlich um den Roman und dieser führt uns, wie der Name schon vermuten lässt, in das Künstlerviertel Montmartre, im schönen Paris.

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Cecelia Ahern: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

„Eine Fortsetzung? Echt jetzt? Warum?“ Das war so ziemlich meine erste Reaktion, als ich davon erfuhr, dass es einen weiteren Roman geben soll, der sich mit Hollys Geschichte in „PS: Ich liebe dich!“ befasst. Ihr wisst schon, eben genau diese hochgelobte, x-mal gelesene und sogar verfilmte (und preisgekrönte) Story von Holly und ihrem Mann Jerry, der ihr nach seinem Tod Briefe zukommen lässt, um sie durch die Trauer, und schließlich in einen neuen Lebensabschnitt, zu begleiten. Ich hatte da auch schon so meine Vermutung, wie diese Fortsetzung aussehen kann. Um ehrlich zu sein, war das in meinem Kopf eine sehr platte Storyline, denn für mich war die Geschichte schon fertig erzählt. Alles, was da jetzt noch kommt, würde das doch nur kaputt machen, oder? Weiterlesen

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Jenny Colgan: Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Ich muss sagen, ich habe es wirklich einfach alles hintereinander weg gelesen. Angefangen hat alles mit meiner Dienstreise und dem absoluten Ausnahmezustand- kein Buch dabei! Horror! Ein Hoch auf den E-Reader, den ich zu Weihnachten bekommen hatte, und der super in meine Handtasche passt. Eigentlich wollte ich nur einen Roman lesen, rausgekommen ist am Ende eine ganze Buchreihe. „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ ist nun der dritte, und bisher letzte Teil der Geschichte von Polly, die auf Umwegen auf einer Insel in Cornwall landete, und in einer alten Bäckerei süße Schweinereien an die Leute bringt. Ich war sehr skeptisch, was nach dem letzten Buch noch inhaltlich passieren sollte. Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende? Weiterlesen

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Jenny Colgan: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Dieses Buch schreit doch förmlich nach Urlaub! Sommer im Titel, Sommer auf dem Cover, Sommer im Herzen- oder so ähnlich. Ich habe ja bereits erwähnt, wie ich zur Buchreihe der „Kleinen Bäckerei“ kam, quasi wie die Jungfrau zum Kinde (das wollte ich schon immer mal schreiben). Nun war ich schon mal angefixt von Pollys Geschichte, kannte alle auf Mount Polbearne, wo sie lebt, schon beim Namen und wusste, was ich von wem halte. Kurzum, ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Nachdem der Roman beim ersten Teil aus der Not heraus auf dem Kindle landete, weil ich auf Dienstreise war und kein Buch zur Hand hatte, habe ich mich diesmal also bewusst dafür entschieden einfach direkt so weiter zu machen, auch wenn ich nach wie vor großer Fan von Hardcovern bin. Die Frage ist aber: ging auch Pollys Geschichte so weiter, wie ich es erwartete? Weiterlesen

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Jenny Colgan: Die kleine Bäckerei am Strandweg

Es gibt Bücher, die begegnen einem überall. Egal, in welchem Buchladen man sich herumtreibt, egal, ob virtuell oder in der Buchhandlung des Vertrauens vor Ort. Da liegen sie, warten auf dich, sind einfach in jeder Auslage zu finden und jede Werbung springt dich förmlich an. So ging es mir vor einiger Zeit mit „Die kleine Bäckerei am Strandweg“. Selbst online wurde mir ständig Werbung dafür angezeigt. Ich war tatsächlich sogar schon leicht genervt von dieser „Überpräsenz“. Dann kam Tag X: Dienstreise, Zugfahrt, sechs Stunden Zeit und ein E-Reader. Nach ewigem Scrollen im Shop, blieb ich dann doch ausgerechnet dort hängen. Ja, da kann ich es nur wiederholen: ich bin manchmal echt ein Werbeopfer! Zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass es eine Buchreihe ist, sondern fing einfach an zu lesen… Weiterlesen

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Josie Silver: Ein Tag im Dezember (Hörbuch)

Geht es euch genauso? An den unterschiedlichen Jahreszeiten möchte ich am liebsten Bücher lesen, die sich auch in dem jeweiligen Zeitraum abspielen. Im Sommer liebe ich es Bücher zu lesen, die sich beispielsweise am Strand abspielen oder an einem sonnigen Urlaubsort. Nur um das „Summer Feeling“ zu unterstreichen. Das gleiche gilt natürlich für den Winter. Wenn in der Geschichte, die weihnachtliche und zauberhafte Umgebung bis ins kleinste Detail beschrieben wird.  Das gleiche wünschte ich mir für „Ein Tag im Dezember“ von Josie Silver. Wenn schon der Monat in dem Titel vorkommt, darf ich doch wohl viel Schnee, Lichterketten und Tannenbäume erwarten oder? Weiterlesen

The Booklettes-Gluecksorte in Erfur-Jessika Fichtel

Was für`s Herz: Glücksorte in Erfurt

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(Bildquelle: privat)

Die festliche Beleuchtung hängt schon in den Straßen, im Supermarkt sind wir von Süßigkeiten in leuchtendem Rot umzingelt, von Lebkuchen und Spekulatius mal abgesehen, und es werden Adventswochenenden verplant. Wir können es nicht mehr leugnen: Weihnachten rückt immer näher. Für alle, die schon dezent Panik schieben, was sie ihren Liebsten in diesem Jahr unter den Baum legen, gibt es jetzt hier quasi das ultimative Rundum-Sorglos-Paket in Buchform. Weiterlesen