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Nicholas Sparks: Wenn du zurückkehrst

Wir haben wohl alle bestimmte Familienangehörige und Freunde schon eine ganze Zeit lang nicht mehr „live“ gesehen. Einfach mal an einem Wochenende quer durch Deutschland fahren, um ein paar Tage zusammen zu verbringen, ist derzeit einfach keine gute Idee. Ich sehe meine Schwiegereltern dank 515 km Entfernung sowieso schon recht selten. Als mein Mann jetzt einen runden Geburtstag feierte, und wir dank Corona die große Party inklusive vieler lieben Menschen und Umarmungen nicht schmeißen konnten, beschlossen wir dennoch seine Eltern zu sehen. Wie ihr bereits wisst, gibt es dort meinen allerliebsten Buchladen, den ich auch jedes Mal besuchen MUSS. Da ich die beste Schwiegermutter von allen habe, hat sie mir ein Buch spendiert. Ich habe nicht mal eine Sekunde überlegt, welches das sein würde, denn erst ein paar Tage zuvor hat der „Herz-Schmerz-König“ Nicholas Sparks seinen neusten Roman „Wenn du zurückkehrst“ veröffentlicht. 448 Seiten, das Hardcover und ich verzogen uns quasi sofort. Weiterlesen

roman ein sommer unter apfelbäumen mit äpfeln und tuch

Eva Seifert: Ein Sommer unter Apfelbäumen

Dieser Sommer fühlt sich definitiv nicht an, wie die davor. Irgendwie fehlt mir die Leichtigkeit oder das Gefühl von „einfach mal treiben lassen“, wenn die Tage lang waren und der Duft von Sonnencreme und Meer abends in den Haaren hing. Natürlich versuche ich genau wie viele andere das Beste aus der Situation zu machen, ich esse z.B. sehr viel Eis, nutze jeden Sonnenstrahl an der frischen Luft so gut es geht und träume mich dann irgendwo an den Strand, Sommerplaylist sei Dank. Aber wir haben mittlerweile schon August, wo ist um Himmels Willen das Jahr hin? Erlebe ich noch ein paar Tage von meinem persönlichen „perfekten Sommer“? Während ich also eher einen „Sommer mit meinen nervtötenden, lauten Nachbarn“ verbringe, habe ich auf dem Balkon in Rekordzeit „Sommer unter Apfelbäumen“ gelesen und bin dabei nach Wales gereist. Weiterlesen

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Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Der Sommer 2020 ist definitiv ein Besonderer. Für die meisten fällt Urlaub außerhalb Deutschlands dank Corona flach. Zu groß ist das mulmige Bauchgefühl oder die Angst bei einem spontanen Lockdown nicht mehr zurück nach Hause zu kommen. Wessen  Angehörige zu einer so genannten „Risikogruppe“ gehören, und sie schlimmstenfalls nicht besuchen darf, befindet sich quasi in Daueralarmbereitschaft. Wir denken wehmütig an die freien Tage im letzten Jahr zurück, als es völlig normal war sich in einem überfüllten Café zu verabreden, sich zur Begrüßung zu umarmen und als man Desinfektionsmittel gedanklich eher dem medizinischen Bereich zuordnete. Jetzt versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen, sich trotz schwankender Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zumindest ein bisschen Sommerstimmung zu tanken, was auf einem Minibalkon mit Plantschbecken direkt an der stark befahrenen Straße gar nicht so einfach ist. Ich habe mich in den letzten aufregenden Wochen auch zunächst eher aufraffen müssen, um mal wieder zu lesen. Zu groß war die alltägliche Informationsflut, die eingeordnet werden musste. Erst durch den Klappentext von Julia Holbes „Unsere glücklichen Tage“, und den leicht sentimentalen Gedanken zurück an einen vergangenen Sommer, konnte ich endlich versuchen die Realität hinter mir lassen. Aber habe ich mich vielleicht zu früh gefreut?

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Katherine Webb: Die Frauen am Fluss

Ich hatte gehofft, dass wir, wenn ich diese Rezension schreibe, uns schon in der Zeitrechnung „Nach-Corona“ befinden und wir schon mehr oder weniger zu unserem üblichen Alltag zurückgefunden haben. Stattdessen höre ich immer mehr Geschichten aus meinem Umfeld, wie versucht wird Familie, Job und Kinderbetreuung zu vereinbaren, nicht durchzudrehen und irgendwie weiterzumachen. Meine Nachbarin genoss gestern ein paar ruhige Minuten ohne Nachwuchs, ihr Mann hatte die Kids „übernommen“. In dieser fast schon heiligen Zeit, saß sie auf einer Liege im Hof und las in Ruhe ein Buch. In den letzten Monaten habe ich auch an mir beobachtet, dass wenn mir die Situation über den Kopf zu wachsen schien, und ich nicht zur Ablenkung weitere x Kilometer spazieren gehen wollte, nur noch das Lesen half, um etwas ruhiger zu werden. Kennt ihr das auch? Vielleicht findet ihr hier auf unserem Blog Inspiration für euren „Moment zum Durchatmen“, das nächste Buch, das ihr lest. Von Katherine Webb habe ich bereits viele Frauenromane gelesen, wie z.B. „Das fremde Mädchen“. Besonders jetzt suche ich aktiv nach Romanen mit hoher Seitenanzahl, um möglichst lange Lesen zu können. „Die Frauen am Fluss“ hat knapp 500, vollgepackte Seiten Geschichte- aber lohnen die sich?

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Beate Maxian: Die Tränen von Triest

Ich nenne es „Therapeutisches Lesen“. Wie ich euch bereits auf unserem Instagram-Kanal verraten habe, half mir das Lesen in den letzten Wochen über das Chaos im Kopf und die innere Unruhe hinweg, die mich seit Wochen, nicht nur wegen der Corona-Krise, täglich auf Trab hielten. Eine Art Therapie also, mein Stapel ungelesener Bücher machte also richtig Sinn. Seit einiger Zeit wartete dort auch eine Italien-Reise auf mich, die ich zwar durch die Einschränkungen aktuell nur in meinem Kopf unternehmen kann, auf die ich mich aber schon sehr freute. Die Autorin Beate Maxian lernte ich auf der Leipziger Buchmesse vor zwei Jahren bei einem Bloggertreffen kennen. Kurz darauf habe ich „Die Frau im hellblauen Kleid“  gelesen und für euch  begeistert rezensiert. Ich mochte ihren Schreibstil sofort und gefühlt habe ich nur einmal kurz mit den Augen geblinzelt und schon war ich mit dem Buch durch. Nun war ich gespannt, ob mich „Die Tränen von Triest“ wohl genau so begeisterten…

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Mary Kay Andrews: Sommernachtsträume

Während sich das Wetter in den letzten Wochen gefühlt durch alle Jahreszeiten gearbeitet hat, konnten wir zwischendurch auch schon mal das Gefühl von knapp 20°C  und Sonne im Gesicht spüren. Habt ihr dann auch gleich sehnsüchtig an laue Sommerabende auf dem Balkon gedacht? Wenn alles ein bisschen leichter von der Hand geht, man ein Stückchen entspannter durchs Leben geht und fast täglich Eis zum Abendessen hat. Träumen wird ja noch erlaubt sein, gerade nach den letzten Wochen in (freiwilliger) Quarantäne. Wer sich schon jetzt in Sommerstimmung bringen möchte, oder schon die Urlaubslektüre zusammensucht, reist z.B. zur idyllischen Insel Belle Isle, wo Tradition und Ansehen groß geschrieben werden. Wer jetzt denkt es dreht sich alles um heile Welt und Sonnenschein, liegt schon zum ersten Mal total falsch. Ich wette, ihr werdet euch noch mindestens ein Mal beim Lesen täuschen! Weiterlesen

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Cecelia Ahern: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

„Eine Fortsetzung? Echt jetzt? Warum?“ Das war so ziemlich meine erste Reaktion, als ich davon erfuhr, dass es einen weiteren Roman geben soll, der sich mit Hollys Geschichte in „PS: Ich liebe dich!“ befasst. Ihr wisst schon, eben genau diese hochgelobte, x-mal gelesene und sogar verfilmte (und preisgekrönte) Story von Holly und ihrem Mann Jerry, der ihr nach seinem Tod Briefe zukommen lässt, um sie durch die Trauer, und schließlich in einen neuen Lebensabschnitt, zu begleiten. Ich hatte da auch schon so meine Vermutung, wie diese Fortsetzung aussehen kann. Um ehrlich zu sein, war das in meinem Kopf eine sehr platte Storyline, denn für mich war die Geschichte schon fertig erzählt. Alles, was da jetzt noch kommt, würde das doch nur kaputt machen, oder? Weiterlesen

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Jojo Moyes: Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

Sie gehört definitiv zu meinen Lieblingsautoren- Jojo Moyes. Selten schafft es eine Autorin mich so mit einem Thema zu begeistern, von dem ich nicht mal wusste, dass es mich bewegen kann. Mit ihr kam ich zum ersten Mal mit den Themen Behinderung und Sterbehilfe in der Literatur in Berührung  (ich habe tonnenweise Taschentücher beim Lesen verbraucht), habe Paare um ihre Ehe, und Frauen um ihre Selbstständigkeit kämpfen sehen. Und immer wieder sind da Geheimnisse, die in der Vergangenheit liegen, unausgesprochene Sehnsüchte und Wünsche, die doch irgendwann ans Licht kommen.  Durch sie habe ich überhaupt erst davon erfahren, dass viele australische Frauen in den 40ern mit dem Schiff nach England gebracht wurden, um dort mit ihren Verlobten vereint zu werden, die sie vielleicht nur wenige Tage aus ihrem Kriegseinsatz kennen. Frauen zwischen zwei Welten. Besonders die starken weiblichen Charakter haben es Moyes scheinbar angetan, denn auch in „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ sind es gerade die Frauen, die über sich hinaus wachsen und zu Pionieren für eine neue Generation werden. Weiterlesen

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Nadin Maari: Eine Teestube Zum Verlieben

Ich habe eine liebe Freundin, die ich leider viel zu selten sehe, weil sie in der Schweiz lebt (Hallo, Liane! Du wirst hier sehr vermisst!). Kurz nach Weihnachten erreichte mich ein Überraschungspaket von ihr, das mich wirklich sehr gerührt hat. Sie weiß tatsächlich immer, wie es mir gerade geht- das ist wirklich Gold wert. Darum wundert es mich nicht, dass sie mit dem Inhalt des Pakets den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Da ich leider eine Weizenunverträglichkeit habe, ist es für mich oft schwer, etwas Süßes wie z.B. Kuchen in Cafés oder auf Familienfeiern zu finden. Eine super Lösung dafür sind tatsächlich Macarons, die meist aus Mandelmehl hergestellt werden und von mir förmlich inhaliert werden, nicht nur im Urlaub in Frankreich. Das ist ja alles gut und schön, aber was hat das eigentlich mit einem Roman zu tun? Weiterlesen

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Anne Sanders: Wild At Heart

Die Romane von Anne Sanders sind für mich wie eine langjährige, gut funktionierende  Bekanntschaft. Man lernt zwar im Laufe der Zeit immer wieder jemanden kennen, verliert sich dann und wann dadurch auch etwas aus den Augen, aber mag sich, wenn man sich wiedertrifft. Wenn ich also wieder einmal ratlos im Buchladen stand, griff ich zu einem ihrer Romane, weil ich wusste, dass für mich der Leseflow stimmt. Dank der sozialen Medien habe ich im Herbst von „Wild at Heart – Willkommen im Hotel der Herzen“ gehört und so kam es als Kurztrip-Lektüre mit an die kalte Ostsee. Usedom ist ja quasi das neue Cornwall. Nun bin ich als Langzeitbekannte und Romantikfan also etwas voreingenommen ans Lesen herangegangen, aber geht es mit unserer „Lesebekanntschaft“ genau so weiter, wie bisher? Weiterlesen