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Katherine Webb: Die Frauen am Fluss

Ich hatte gehofft, dass wir, wenn ich diese Rezension schreibe, uns schon in der Zeitrechnung „Nach-Corona“ befinden und wir schon mehr oder weniger zu unserem üblichen Alltag zurückgefunden haben. Stattdessen höre ich immer mehr Geschichten aus meinem Umfeld, wie versucht wird Familie, Job und Kinderbetreuung zu vereinbaren, nicht durchzudrehen und irgendwie weiterzumachen. Meine Nachbarin genoss gestern ein paar ruhige Minuten ohne Nachwuchs, ihr Mann hatte die Kids „übernommen“. In dieser fast schon heiligen Zeit, saß sie auf einer Liege im Hof und las in Ruhe ein Buch. In den letzten Monaten habe ich auch an mir beobachtet, dass wenn mir die Situation über den Kopf zu wachsen schien, und ich nicht zur Ablenkung weitere x Kilometer spazieren gehen wollte, nur noch das Lesen half, um etwas ruhiger zu werden. Kennt ihr das auch? Vielleicht findet ihr hier auf unserem Blog Inspiration für euren „Moment zum Durchatmen“, das nächste Buch, das ihr lest. Von Katherine Webb habe ich bereits viele Frauenromane gelesen, wie z.B. „Das fremde Mädchen“. Besonders jetzt suche ich aktiv nach Romanen mit hoher Seitenanzahl, um möglichst lange Lesen zu können. „Die Frauen am Fluss“ hat knapp 500, vollgepackte Seiten Geschichte- aber lohnen die sich?

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Miquel Reina: Lichter auf dem Meer

Es gibt Bücher, die kaufe ich und lese sie dann ganz bewusst, wenn ich in einer ganz bestimmten Stimmung bin. Es gibt aber auch Bücher, die kaufe ich aus dem Bauch heraus und lese sie dann nur, um meinen Stapel abzuarbeiten. Oder es gibt die Buchkäufe, wo ich zuerst auf das Cover achte und dann einfach hoffe, dass mich der Klappentext genau so überzeugt, wie schon die Front. So war es bei „Lichter auf dem Meer“. Beides fand ich ansprechend- gekauft. Nun muss ich sagen, dass dieser Roman dennoch eine Weile unbeachtet in meiner Buchecke lag, weil ich bewusst in diesen Zeiten der Isolation eher seichte Literatur, oder Lektüre, wo ich schnell einen thematischen Zugang finde, präferiert habe. An einem sonnigen Tag bewaffnete ich mich nun aber mit diesem Exemplar, verzog mich auf meine Lieblingsbank im Grünen, gleich neben einer Pferdekoppel (nein, ich bin kein Großgrundbesitzer) und versank in der Geschichte von Harold und Mary.  Weiterlesen

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Beate Maxian: Die Tränen von Triest

Ich nenne es „Therapeutisches Lesen“. Wie ich euch bereits auf unserem Instagram-Kanal verraten habe, half mir das Lesen in den letzten Wochen über das Chaos im Kopf und die innere Unruhe hinweg, die mich seit Wochen, nicht nur wegen der Corona-Krise, täglich auf Trab hielten. Eine Art Therapie also, mein Stapel ungelesener Bücher machte also richtig Sinn. Seit einiger Zeit wartete dort auch eine Italien-Reise auf mich, die ich zwar durch die Einschränkungen aktuell nur in meinem Kopf unternehmen kann, auf die ich mich aber schon sehr freute. Die Autorin Beate Maxian lernte ich auf der Leipziger Buchmesse vor zwei Jahren bei einem Bloggertreffen kennen. Kurz darauf habe ich „Die Frau im hellblauen Kleid“  gelesen und für euch  begeistert rezensiert. Ich mochte ihren Schreibstil sofort und gefühlt habe ich nur einmal kurz mit den Augen geblinzelt und schon war ich mit dem Buch durch. Nun war ich gespannt, ob mich „Die Tränen von Triest“ wohl genau so begeisterten…

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Mary Kay Andrews: Sommernachtsträume

Während sich das Wetter in den letzten Wochen gefühlt durch alle Jahreszeiten gearbeitet hat, konnten wir zwischendurch auch schon mal das Gefühl von knapp 20°C  und Sonne im Gesicht spüren. Habt ihr dann auch gleich sehnsüchtig an laue Sommerabende auf dem Balkon gedacht? Wenn alles ein bisschen leichter von der Hand geht, man ein Stückchen entspannter durchs Leben geht und fast täglich Eis zum Abendessen hat. Träumen wird ja noch erlaubt sein, gerade nach den letzten Wochen in (freiwilliger) Quarantäne. Wer sich schon jetzt in Sommerstimmung bringen möchte, oder schon die Urlaubslektüre zusammensucht, reist z.B. zur idyllischen Insel Belle Isle, wo Tradition und Ansehen groß geschrieben werden. Wer jetzt denkt es dreht sich alles um heile Welt und Sonnenschein, liegt schon zum ersten Mal total falsch. Ich wette, ihr werdet euch noch mindestens ein Mal beim Lesen täuschen! Weiterlesen

Cover Liebesbriefe von Montmartre mit gemaltem Herz auf Papier

Nicolas Barreau: Die Liebesbriefe von Montmartre

Ah oui…, „l`amour.“ Mich alten Frankreichfan kann man mit französischen Autoren oder Geschichten, die dort spielen, sehr leicht um den Finger wickeln. Ich bekomme wahrscheinlich beim Lesen sogar automatisch einen verklärten Blick und mit viel Phantasie rieche ich die Lavendelfelder des Südens. Hach. Ich schweife ab. Tatsächlich habe ich durch Zufall einen Roman von „Nicolas Barreau“ in den Händen gehabt, in meinem Lieblingsbuchladen im Allgäu. Seitdem versuche ich alle Romane von ihm zu lesen und so fand ich dieses schöne Buch (nicht nur) für Frauen. Man munkelt ja, dass sich hinter dem Autorennamen tatsächlich eine Verlegerin verbirgt, die mittlerweile sogar unter verschiedenen Pseudonymen tätig ist. Es ist einigen Lesern nämlich aufgefallen, dass es „seine“ Bücher scheinbar gar nicht als französisches Original zu kaufen gibt, bzw. diese gar nicht existieren. Mysteriös! Franzose hin oder her, es geht hier ja schließlich um den Roman und dieser führt uns, wie der Name schon vermuten lässt, in das Künstlerviertel Montmartre, im schönen Paris.

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Cecelia Ahern: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

„Eine Fortsetzung? Echt jetzt? Warum?“ Das war so ziemlich meine erste Reaktion, als ich davon erfuhr, dass es einen weiteren Roman geben soll, der sich mit Hollys Geschichte in „PS: Ich liebe dich!“ befasst. Ihr wisst schon, eben genau diese hochgelobte, x-mal gelesene und sogar verfilmte (und preisgekrönte) Story von Holly und ihrem Mann Jerry, der ihr nach seinem Tod Briefe zukommen lässt, um sie durch die Trauer, und schließlich in einen neuen Lebensabschnitt, zu begleiten. Ich hatte da auch schon so meine Vermutung, wie diese Fortsetzung aussehen kann. Um ehrlich zu sein, war das in meinem Kopf eine sehr platte Storyline, denn für mich war die Geschichte schon fertig erzählt. Alles, was da jetzt noch kommt, würde das doch nur kaputt machen, oder? Weiterlesen

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Anne Sanders: Wild At Heart

Die Romane von Anne Sanders sind für mich wie eine langjährige, gut funktionierende  Bekanntschaft. Man lernt zwar im Laufe der Zeit immer wieder jemanden kennen, verliert sich dann und wann dadurch auch etwas aus den Augen, aber mag sich, wenn man sich wiedertrifft. Wenn ich also wieder einmal ratlos im Buchladen stand, griff ich zu einem ihrer Romane, weil ich wusste, dass für mich der Leseflow stimmt. Dank der sozialen Medien habe ich im Herbst von „Wild at Heart – Willkommen im Hotel der Herzen“ gehört und so kam es als Kurztrip-Lektüre mit an die kalte Ostsee. Usedom ist ja quasi das neue Cornwall. Nun bin ich als Langzeitbekannte und Romantikfan also etwas voreingenommen ans Lesen herangegangen, aber geht es mit unserer „Lesebekanntschaft“ genau so weiter, wie bisher? Weiterlesen

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Bettina Storks: Das geheime Lächeln

Ich glaube, ich hatte dieses Buch mindestens vier Mal in den Händen, bevor ich es dann endlich mitgenommen habe. Keine Ahnung, was mich vorher immer daran hinderte, aber diesmal war wohl endlich die richtige Zeit, die richtige Stimmung oder es war kosmische Bestimmung…nein, Quatsch. Ich hatte einfach Bock drauf. Schuld war der Klappentext, den ich ja tatsächlich immer wieder auch lese und mir dann genau überlege, ob ich mir vorstellen kann, genau mit diesem Buch abends einzuschlafen- denn sind wir mal ehrlich, das passiert mir so ziemlich fast täglich. Auf dem Cover sehen wir also eine Frau im grünen Mantel, die den Leser leicht anlächelt, im Hintergrund eine Stadtszene. Sieht also schonmal sehr mysteriös aus, dann on top dieser Titel. Ich kann schon verraten: dieses Cover hat absolut nichts mit der weiteren Story zu tun.  Weiterlesen

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Lori Nelson Spielman: Heute schon für morgen träumen

Es war ein Glücksgriff damals in meinem Lieblingsbuchladen in Füssen. Die freundliche Fachverkäuferin riet mir einen Roman von der mir unbekannten Autorin Lori Nelson Spielman zu lesen. Es war „Morgen kommt ein neuer Himmel“. Buntes Cover, langer Autorenname. Ich begann zu lesen…und las…und las…und hörte nicht mehr auf, bis ich an nur einem Wochenende den Roman komplett durch hatte und mir am Montag darauf sofort „Nur einen Horizont entfernt“ besorgte. Seitdem habe ich auf jede Neuerscheinung hingefiebert, stets mit der Haltung, dass doch jeder Autor durchaus mal daneben liegt und nicht immer meinen Geschmack treffen kann. „Heute schon für morgen träumen“ erschien erst 2018, auf der Frankfurter Buchmesse konnte ich nicht daran vorbeigehen. Ich habe es für euch gelesen! Ob meine Spielman-Liebe nun zu einem Ende fand, erfahrt ihr in der aktuellen Rezension. Weiterlesen

Und nebenan warten die Sterne Lori Nelson Spielmann Buchtipp Rezension The Booklettes

Lori Nelson Spielman: Und nebenan warten die Sterne

Erika ist ein Workaholic. Erst durch den plötzlichen Tod ihrer Tochter wird ihr klar, dass weder sie damit glücklich war, noch ihre Kinder. Schon lange täuschte sie ein Leben und gute Beziehungen vor, die gar nicht mehr vorhanden waren. Nicht nur die Verbindung zu ihrer überlebenden Tochter ist gestört, auch das Verhältnis zu ihrem Vater. Erst, als sie einen Schritt zur Seite geht, um die Todesumstände ihrer Tochter zu untersuchen, bemerkt sie, dass sie so viel falsch gemacht hat. Dann verschwindet ihre andere Tochter… Weiterlesen