Roman Das kleine Cottage am Meer lehnt an Hut und Sonnenbrille

Debbie Macomber: Das kleine Cottage am Meer

Stöberst du auch manchmal in den Kisten mit „Mängelexemplaren“? Meine Mutter ist darin quasi Expertin und sichert sich so meistens ihre Urlaubslektüre. Ich dagegen habe in den letzten Jahren vielleicht maximal zwei Mal tatsächlich Glück gehabt und etwas gefunden, was mich ansprach. Sonst scheinen schon andere Schnäppchenjäger die besten Exemplare vor mir zu finden. So kam ich aber in diesem Sommer voller Ungewissheit, wie ein Urlaub außerhalb Balkonien möglich ist, zu Debbie Macombers „Das kleine Cottage am Meer“. Was nach einem Roman mit viel Herzschmerz, Schmalz und vorhersehbaren Entwicklungen klingt, entpuppte sich als Überraschungskiste und der Frage: was passiert, wenn ein Moment dein ganzes Leben verändert und nur du zurück bleibst…

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Lucinda Riley: Das Schmetterlingszimmer

An Lucinda Riley kommt man in den Buchläden gar nicht mehr vorbei. Die meisten kennen sie wohl durch ihre „Schwestern-Reihe“, wo ich bereits „Die Sturmschwester“ gelesen und auch rezensiert habe (Einfach klicken und du kommst zur Rezension). Ich habe zwar damals nach diesem Roman aufgehört, die Reihe zu lesen, kannte aber bereits einige andere Werke von ihr, die mir, zumindest meistens, gut gefallen haben. Ich hatte vermutet, dass es für sie als Autorin sicher recht bequem ist die Schwestern-Reihe fortzusetzen, und, dass ich sonst keinen weiteren Lesestoff von ihr finde. Dann fiel mir „Das Schmetterlingszimmer“ in die Hände…

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Jenny Colgan: Wo dich das Leben anlächelt

Jenny Colgan gehört für mich persönlich zu den besten Autoren-Entdeckungen der letzten Jahre. Auch wenn es zunächst eher eine Zufallsbekanntschaft war, die mit der „Kleinen Sommerküche am Meer“ begann, bin ich ihr bis heute treu geblieben. Wenn ich im Buchladen stehe, und etwas Neues von ihr entdecke, freue ich mich und nehme mir vor, für die nächsten 48 Stunden nicht erreichbar zu sein, weil ich ab sofort etwas vorhabe. Ich weiß mittlerweile, dass ich bei Jenny Colgans Romanen schnell in den Lesefluss komme, meine Außenwelt komplett abschalte und bisher immer ein wenig traurig war, wenn ich mit dem Buch fertig war. Durchweg gute Zeichen, oder? Nun ist es ja bei funktionierenden Beziehungen auch gelegentlich so, dass man bequem wird und Überraschungen dann auch einmal schief gehen können. Es gab also den einen Moment, in dem ich „Wo dich das Leben anlächelt“ in der Hand hielt und kurz zögerte, es mitzunehmen. Kann das gutgehen? Schon wieder ein Roman, den ich einfach regelrecht weglese? Da muss es doch einen Haken geben!

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Katherine Webb: Die Frauen am Fluss

Ich hatte gehofft, dass wir, wenn ich diese Rezension schreibe, uns schon in der Zeitrechnung „Nach-Corona“ befinden und wir schon mehr oder weniger zu unserem üblichen Alltag zurückgefunden haben. Stattdessen höre ich immer mehr Geschichten aus meinem Umfeld, wie versucht wird Familie, Job und Kinderbetreuung zu vereinbaren, nicht durchzudrehen und irgendwie weiterzumachen. Meine Nachbarin genoss gestern ein paar ruhige Minuten ohne Nachwuchs, ihr Mann hatte die Kids „übernommen“. In dieser fast schon heiligen Zeit, saß sie auf einer Liege im Hof und las in Ruhe ein Buch. In den letzten Monaten habe ich auch an mir beobachtet, dass wenn mir die Situation über den Kopf zu wachsen schien, und ich nicht zur Ablenkung weitere x Kilometer spazieren gehen wollte, nur noch das Lesen half, um etwas ruhiger zu werden. Kennt ihr das auch? Vielleicht findet ihr hier auf unserem Blog Inspiration für euren „Moment zum Durchatmen“, das nächste Buch, das ihr lest. Von Katherine Webb habe ich bereits viele Frauenromane gelesen, wie z.B. „Das fremde Mädchen“. Besonders jetzt suche ich aktiv nach Romanen mit hoher Seitenanzahl, um möglichst lange Lesen zu können. „Die Frauen am Fluss“ hat knapp 500, vollgepackte Seiten Geschichte- aber lohnen die sich?

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Miquel Reina: Lichter auf dem Meer

Es gibt Bücher, die kaufe ich und lese sie dann ganz bewusst, wenn ich in einer ganz bestimmten Stimmung bin. Es gibt aber auch Bücher, die kaufe ich aus dem Bauch heraus und lese sie dann nur, um meinen Stapel abzuarbeiten. Oder es gibt die Buchkäufe, wo ich zuerst auf das Cover achte und dann einfach hoffe, dass mich der Klappentext genau so überzeugt, wie schon die Front. So war es bei „Lichter auf dem Meer“. Beides fand ich ansprechend- gekauft. Nun muss ich sagen, dass dieser Roman dennoch eine Weile unbeachtet in meiner Buchecke lag, weil ich bewusst in diesen Zeiten der Isolation eher seichte Literatur, oder Lektüre, wo ich schnell einen thematischen Zugang finde, präferiert habe. An einem sonnigen Tag bewaffnete ich mich nun aber mit diesem Exemplar, verzog mich auf meine Lieblingsbank im Grünen, gleich neben einer Pferdekoppel (nein, ich bin kein Großgrundbesitzer) und versank in der Geschichte von Harold und Mary.  Weiterlesen

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Beate Maxian: Die Tränen von Triest

Ich nenne es „Therapeutisches Lesen“. Wie ich euch bereits auf unserem Instagram-Kanal verraten habe, half mir das Lesen in den letzten Wochen über das Chaos im Kopf und die innere Unruhe hinweg, die mich seit Wochen, nicht nur wegen der Corona-Krise, täglich auf Trab hielten. Eine Art Therapie also, mein Stapel ungelesener Bücher machte also richtig Sinn. Seit einiger Zeit wartete dort auch eine Italien-Reise auf mich, die ich zwar durch die Einschränkungen aktuell nur in meinem Kopf unternehmen kann, auf die ich mich aber schon sehr freute. Die Autorin Beate Maxian lernte ich auf der Leipziger Buchmesse vor zwei Jahren bei einem Bloggertreffen kennen. Kurz darauf habe ich „Die Frau im hellblauen Kleid“  gelesen und für euch  begeistert rezensiert. Ich mochte ihren Schreibstil sofort und gefühlt habe ich nur einmal kurz mit den Augen geblinzelt und schon war ich mit dem Buch durch. Nun war ich gespannt, ob mich „Die Tränen von Triest“ wohl genau so begeisterten…

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Mary Kay Andrews: Sommernachtsträume

Während sich das Wetter in den letzten Wochen gefühlt durch alle Jahreszeiten gearbeitet hat, konnten wir zwischendurch auch schon mal das Gefühl von knapp 20°C  und Sonne im Gesicht spüren. Habt ihr dann auch gleich sehnsüchtig an laue Sommerabende auf dem Balkon gedacht? Wenn alles ein bisschen leichter von der Hand geht, man ein Stückchen entspannter durchs Leben geht und fast täglich Eis zum Abendessen hat. Träumen wird ja noch erlaubt sein, gerade nach den letzten Wochen in (freiwilliger) Quarantäne. Wer sich schon jetzt in Sommerstimmung bringen möchte, oder schon die Urlaubslektüre zusammensucht, reist z.B. zur idyllischen Insel Belle Isle, wo Tradition und Ansehen groß geschrieben werden. Wer jetzt denkt es dreht sich alles um heile Welt und Sonnenschein, liegt schon zum ersten Mal total falsch. Ich wette, ihr werdet euch noch mindestens ein Mal beim Lesen täuschen! Weiterlesen

Cover Liebesbriefe von Montmartre mit gemaltem Herz auf Papier

Nicolas Barreau: Die Liebesbriefe von Montmartre

Ah oui…, „l`amour.“ Mich alten Frankreichfan kann man mit französischen Autoren oder Geschichten, die dort spielen, sehr leicht um den Finger wickeln. Ich bekomme wahrscheinlich beim Lesen sogar automatisch einen verklärten Blick und mit viel Phantasie rieche ich die Lavendelfelder des Südens. Hach. Ich schweife ab. Tatsächlich habe ich durch Zufall einen Roman von „Nicolas Barreau“ in den Händen gehabt, in meinem Lieblingsbuchladen im Allgäu. Seitdem versuche ich alle Romane von ihm zu lesen und so fand ich dieses schöne Buch (nicht nur) für Frauen. Man munkelt ja, dass sich hinter dem Autorennamen tatsächlich eine Verlegerin verbirgt, die mittlerweile sogar unter verschiedenen Pseudonymen tätig ist. Es ist einigen Lesern nämlich aufgefallen, dass es „seine“ Bücher scheinbar gar nicht als französisches Original zu kaufen gibt, bzw. diese gar nicht existieren. Mysteriös! Franzose hin oder her, es geht hier ja schließlich um den Roman und dieser führt uns, wie der Name schon vermuten lässt, in das Künstlerviertel Montmartre, im schönen Paris.

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Cecelia Ahern: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

„Eine Fortsetzung? Echt jetzt? Warum?“ Das war so ziemlich meine erste Reaktion, als ich davon erfuhr, dass es einen weiteren Roman geben soll, der sich mit Hollys Geschichte in „PS: Ich liebe dich!“ befasst. Ihr wisst schon, eben genau diese hochgelobte, x-mal gelesene und sogar verfilmte (und preisgekrönte) Story von Holly und ihrem Mann Jerry, der ihr nach seinem Tod Briefe zukommen lässt, um sie durch die Trauer, und schließlich in einen neuen Lebensabschnitt, zu begleiten. Ich hatte da auch schon so meine Vermutung, wie diese Fortsetzung aussehen kann. Um ehrlich zu sein, war das in meinem Kopf eine sehr platte Storyline, denn für mich war die Geschichte schon fertig erzählt. Alles, was da jetzt noch kommt, würde das doch nur kaputt machen, oder? Weiterlesen

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Anne Sanders: Wild At Heart

Die Romane von Anne Sanders sind für mich wie eine langjährige, gut funktionierende  Bekanntschaft. Man lernt zwar im Laufe der Zeit immer wieder jemanden kennen, verliert sich dann und wann dadurch auch etwas aus den Augen, aber mag sich, wenn man sich wiedertrifft. Wenn ich also wieder einmal ratlos im Buchladen stand, griff ich zu einem ihrer Romane, weil ich wusste, dass für mich der Leseflow stimmt. Dank der sozialen Medien habe ich im Herbst von „Wild at Heart – Willkommen im Hotel der Herzen“ gehört und so kam es als Kurztrip-Lektüre mit an die kalte Ostsee. Usedom ist ja quasi das neue Cornwall. Nun bin ich als Langzeitbekannte und Romantikfan also etwas voreingenommen ans Lesen herangegangen, aber geht es mit unserer „Lesebekanntschaft“ genau so weiter, wie bisher? Weiterlesen