Jojo Moyes: Die Frauen von Kilcarrion

Plötzlich gab es etwas, das für eine etwas andere Art von „Freizeit“ sorgte. Leerlauf, ruhige Tage oder einfach einmal gar nichts tun, fiel aus- und tut es bis heute. Ich bin im Januar Mama eines Sohnes geworden. Ich habe mich in das größte Abenteuer meines Lebens gestürzt und habe ehrlich gesagt nicht die leiseste Ahnung davon, was ich hier eigentlich tue. Aber so ist dieses „Elternsein“ scheinbar, gepaart mit einer riesigen Portion Verletzlichkeit, Spaß und Liebe, die jeden Tag wächst. Wenn das Herz und der eigene Alltag so übervoll mit diesen Dingen ist, bleibt kaum Platz zum Lesen. Ich habe mir in den letzten Monaten jede einzelne gelesene Seite in der Badewanne, oder manchmal sogar ganz verrückt auf dem Sofa, erkämpft, müde Augen inklusive. Umso schöner ist es jetzt mit euch wieder einen Leseeindruck teilen zu können, denn so ganz wollte ich mein zweites „Baby“, Teil dieses Blogs zu sein, nicht aufgeben. Jojo Moyes gehört schon eine ganze Weile zu meinen Lieblingsautorinnen, die letzte Rezension zu einem ihrer Bücher findet ihr hier. Sie ist übrigens auch der Grund, wieso sich die „Booklettes einst zusammengefunden haben- und sie ist jetzt  der Grund, weshalb ihr hier wieder eine neue Rezension lest. Passenderweise dreht sich alles um eine Familie. Weiterlesen

Cover Das rote Adressbuch vor grauem Hintergrund mit Malve

Sofia Lundberg: Das rote Adressbuch

Bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2018 fiel mir Sofia Lundbergs „Das rote Adressbuch“ als Empfehlung in die Hände. Ich weiß gar nicht genau, warum zu diesem Zeitpunkt ein regelrechter Hype in meinem Umfeld zu genau diesem Roman ausbrach. Fakt ist, ich habe fast zwei Jahre gebraucht, um es endlich in den Händen zu halten und Zeit zu finden, es zu lesen. Gehört hatte ich tatsächlich sehr viele, verschiedene Meinungen, von hochgelobt bis enttäuscht. Ich kannte zu diesem Zeitpunkt lediglich den Klappentext…

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Lucinda Riley: Das Schmetterlingszimmer

An Lucinda Riley kommt man in den Buchläden gar nicht mehr vorbei. Die meisten kennen sie wohl durch ihre „Schwestern-Reihe“, wo ich bereits „Die Sturmschwester“ gelesen und auch rezensiert habe (Einfach klicken und du kommst zur Rezension). Ich habe zwar damals nach diesem Roman aufgehört, die Reihe zu lesen, kannte aber bereits einige andere Werke von ihr, die mir, zumindest meistens, gut gefallen haben. Ich hatte vermutet, dass es für sie als Autorin sicher recht bequem ist die Schwestern-Reihe fortzusetzen, und, dass ich sonst keinen weiteren Lesestoff von ihr finde. Dann fiel mir „Das Schmetterlingszimmer“ in die Hände…

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Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Der Sommer 2020 ist definitiv ein Besonderer. Für die meisten fällt Urlaub außerhalb Deutschlands dank Corona flach. Zu groß ist das mulmige Bauchgefühl oder die Angst bei einem spontanen Lockdown nicht mehr zurück nach Hause zu kommen. Wessen  Angehörige zu einer so genannten „Risikogruppe“ gehören, und sie schlimmstenfalls nicht besuchen darf, befindet sich quasi in Daueralarmbereitschaft. Wir denken wehmütig an die freien Tage im letzten Jahr zurück, als es völlig normal war sich in einem überfüllten Café zu verabreden, sich zur Begrüßung zu umarmen und als man Desinfektionsmittel gedanklich eher dem medizinischen Bereich zuordnete. Jetzt versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen, sich trotz schwankender Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zumindest ein bisschen Sommerstimmung zu tanken, was auf einem Minibalkon mit Plantschbecken direkt an der stark befahrenen Straße gar nicht so einfach ist. Ich habe mich in den letzten aufregenden Wochen auch zunächst eher aufraffen müssen, um mal wieder zu lesen. Zu groß war die alltägliche Informationsflut, die eingeordnet werden musste. Erst durch den Klappentext von Julia Holbes „Unsere glücklichen Tage“, und den leicht sentimentalen Gedanken zurück an einen vergangenen Sommer, konnte ich endlich versuchen die Realität hinter mir lassen. Aber habe ich mich vielleicht zu früh gefreut?

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Cecelia Ahern: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

„Eine Fortsetzung? Echt jetzt? Warum?“ Das war so ziemlich meine erste Reaktion, als ich davon erfuhr, dass es einen weiteren Roman geben soll, der sich mit Hollys Geschichte in „PS: Ich liebe dich!“ befasst. Ihr wisst schon, eben genau diese hochgelobte, x-mal gelesene und sogar verfilmte (und preisgekrönte) Story von Holly und ihrem Mann Jerry, der ihr nach seinem Tod Briefe zukommen lässt, um sie durch die Trauer, und schließlich in einen neuen Lebensabschnitt, zu begleiten. Ich hatte da auch schon so meine Vermutung, wie diese Fortsetzung aussehen kann. Um ehrlich zu sein, war das in meinem Kopf eine sehr platte Storyline, denn für mich war die Geschichte schon fertig erzählt. Alles, was da jetzt noch kommt, würde das doch nur kaputt machen, oder? Weiterlesen

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Sue Moorcroft: Mistelzweigzauber

Das neue Jahr steht schon in den Startlöchern und wir hoffen, ihr habt die freien Tage genutzt, um es euch gemütlich zu machen, zu lesen und tonnenweise Plätzchen zu futtern. Weihnachten haben wir euch auf unserem Instagram-Kanal zum ersten Mal eine Rezension in den „Insta-Stories“ präsentiert, quasi eine Premiere für uns. Wir haben zukünftig vor eher dort, als wie bisher auf Youtube, in kurzen Videos unsere Meinung zu Büchern zu teilen. Zwei Mädels, ein Buch, (meistens) zwei verschiedene Meinungen. Wir lesen für euch! Wie uns „Mistelzweigzauber“ von Sue Moorcroft gefallen hat, haben wir euch noch einmal zusammengefasst.

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Die Tochter des Uhrmachers Diana Verlag Buch Buchcover Buchtipp Rezension

Kate Morton: Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton-Cover-Tochter des Uhrmachers-Rezension-The Booklettes

(Bildquelle: privat)

Meine ganz persönliche Vorliebe für Romane von Kate Morton begann 2008 mit „Der verborgene Garten“ und hält bis heute an. Ich habe seit damals jede einzelne Seite regelrecht inhaliert, konnte kein Buch weglegen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass ich ungeduldig auf den angekündigten Erscheinungstag von „Die Tochter des Uhrmachers“ wartete. Bei Instagram gab es schon einige Appetithäppchen und Bilder von der Autorin selbst, die ins Setting passten: verwunschene Gärten, alte Herrenhäuser, märchenhafte Wälder.

Ich bin kein Freund von dünnen Büchern, das gilt für mich dann eher als „Heft“ und nicht als verheißungsvolle Lektüre. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ich über 600 Seiten nun vor mir hatte, in die ich wieder eintauchen konnte. Wie mir Kate Mortons aktueller Roman gefallen hat, erfahrt ihr in der Rezension. Weiterlesen

Kleine Feuer Überall Celeste Ng Buchcover Buch

Frauenroman: Celeste Ng – Kleine Feuer überall

Kein Roman wie jeder andere

Ich bin tatsächlich mehrfach über den Roman gestolpert. Zunächst weil ich irgendwo gelesen habe, dass Reese Witherspoon ihn verfilmen will. Da ich ein großer Fan bin, und sie ja selbst sympathischerweise einen Onlineleseclub betreibt, habe ich recherchiert und konnte zunächst damit nichts anfangen. Zu dem Zeitpunkt war auch keine deutsche Version verfügbar und ganz so oft verirrt sich dann doch kein englisches Original in mein Bücherregal (Vorsatz Nummer 1 für 2019: mehr auf Englisch lesen!). Frau Witherspoon lobte im Vorfeld die „Vielseitigkeit, den eigenen Ton, die spannende Handlung und die Intensität“. Vorschusslorbeeren?  Weiterlesen

Movie-Review: Book Club

Wenn nicht wir eine Review zu „Book Club – das beste kommt noch“ verfassen, wer sonst? Schließlich haben wir selbst als Online Leseclub 2.0 gestartet und zahlreiche Bücher gemeinsam gelesen, diskutiert und bewertet (siehe YouTube-Kanal). Umso größer war meine Vorfreude als ich die Kinotickets zu dem Film in der Hand hielt. Ihr seid noch unschlüssig ob ihr euch den Film ansehen möchtet oder habt noch nichts über den Film gehört? Dann klickt auf „Weiterlesen“ und habt keine Sorge, ich Spoiler auch nicht 🙂 Weiterlesen

milk and honey Ofelia the booklets buch

Frauenroman: milk and honey

Milk and Honey Milch und Honig Rupi Kaur Buchcover Rezension Review

milk and honey (Bildquelle: privat)

Was erwarten wir von einem #1 New York Bestseller? Eine unterhaltsame Lektüre, richtig? Ich habe vor einem Jahr „milk and honey“ von Rupi Kaur bestellt und schlage es seitdem, immer wieder Mal auf und tauche ab. Es handelt sich hier eigentlich um keinen typischen Frauenroman. Es ist eine Sammlung tiefgründiger lyrischer und prosaischer Texte. Vor allem um den Schmerz, die Liebe, die Angst und die Heilung von Frauen. Näheres worum es genau in den vier Kapiteln „the hurting“, „the loving“, „the breaking“ und „the healing“ geht, lest ihr hier. Weiterlesen