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Nicholas Sparks: Wenn du zurückkehrst

Wir haben wohl alle bestimmte Familienangehörige und Freunde schon eine ganze Zeit lang nicht mehr „live“ gesehen. Einfach mal an einem Wochenende quer durch Deutschland fahren, um ein paar Tage zusammen zu verbringen, ist derzeit einfach keine gute Idee. Ich sehe meine Schwiegereltern dank 515 km Entfernung sowieso schon recht selten. Als mein Mann jetzt einen runden Geburtstag feierte, und wir dank Corona die große Party inklusive vieler lieben Menschen und Umarmungen nicht schmeißen konnten, beschlossen wir dennoch seine Eltern zu sehen. Wie ihr bereits wisst, gibt es dort meinen allerliebsten Buchladen, den ich auch jedes Mal besuchen MUSS. Da ich die beste Schwiegermutter von allen habe, hat sie mir ein Buch spendiert. Ich habe nicht mal eine Sekunde überlegt, welches das sein würde, denn erst ein paar Tage zuvor hat der „Herz-Schmerz-König“ Nicholas Sparks seinen neusten Roman „Wenn du zurückkehrst“ veröffentlicht. 448 Seiten, das Hardcover und ich verzogen uns quasi sofort. Weiterlesen

cover leas spuren vor weinrotem hintergrund

Bettina Storks: Leas Spuren

Kennt ihr das, wenn ihr in einem Buchladen steht und euch einfach nicht entscheiden könnt? Es gibt Tage, da weiß ich ganz genau, dass ich, trotz riesigem Stapel ungelesener Bücher, unbedingt heute ein neues Buch brauche. Wenn ich also irgendwann ratlos bin, gehe ich in Gedanken die Autoren durch, die mich in der Vergangenheit überzeugt haben. Bettina Storks kenne ich seit „Das geheime Lächeln“ (mit einem Klick zur Rezension) Damals begeisterte mich ihr Gefühl für Momentaufnahmen, ihre Detailliebe bei Handlungsorten und das gekonnte Verweben von historischen Fakten und Fiktion. Auch, wenn das Buch, das ich zuletzt las (Julia Holbe, „Unsere glücklichen Tage“) ebenfalls in Frankreich spielte, und meine Frankophilie auch kein Geheimnis mehr ist, habe ich mich damals im Buchladen für einen Roman von Bettina Storks entschieden, der in Deutschland und in Paris spielt. Nun liegt es in der Natur von Erwartungen, dass diese meistens eher zu hoch gesteckt werden und die Enttäuschung nicht weit ist. Ob mich „Leas Spuren“ auch begeisterten erfahrt ihr jetzt. Weiterlesen

roman ein sommer unter apfelbäumen mit äpfeln und tuch

Eva Seifert: Ein Sommer unter Apfelbäumen

Dieser Sommer fühlt sich definitiv nicht an, wie die davor. Irgendwie fehlt mir die Leichtigkeit oder das Gefühl von „einfach mal treiben lassen“, wenn die Tage lang waren und der Duft von Sonnencreme und Meer abends in den Haaren hing. Natürlich versuche ich genau wie viele andere das Beste aus der Situation zu machen, ich esse z.B. sehr viel Eis, nutze jeden Sonnenstrahl an der frischen Luft so gut es geht und träume mich dann irgendwo an den Strand, Sommerplaylist sei Dank. Aber wir haben mittlerweile schon August, wo ist um Himmels Willen das Jahr hin? Erlebe ich noch ein paar Tage von meinem persönlichen „perfekten Sommer“? Während ich also eher einen „Sommer mit meinen nervtötenden, lauten Nachbarn“ verbringe, habe ich auf dem Balkon in Rekordzeit „Sommer unter Apfelbäumen“ gelesen und bin dabei nach Wales gereist. Weiterlesen

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Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Der Sommer 2020 ist definitiv ein Besonderer. Für die meisten fällt Urlaub außerhalb Deutschlands dank Corona flach. Zu groß ist das mulmige Bauchgefühl oder die Angst bei einem spontanen Lockdown nicht mehr zurück nach Hause zu kommen. Wessen  Angehörige zu einer so genannten „Risikogruppe“ gehören, und sie schlimmstenfalls nicht besuchen darf, befindet sich quasi in Daueralarmbereitschaft. Wir denken wehmütig an die freien Tage im letzten Jahr zurück, als es völlig normal war sich in einem überfüllten Café zu verabreden, sich zur Begrüßung zu umarmen und als man Desinfektionsmittel gedanklich eher dem medizinischen Bereich zuordnete. Jetzt versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen, sich trotz schwankender Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zumindest ein bisschen Sommerstimmung zu tanken, was auf einem Minibalkon mit Plantschbecken direkt an der stark befahrenen Straße gar nicht so einfach ist. Ich habe mich in den letzten aufregenden Wochen auch zunächst eher aufraffen müssen, um mal wieder zu lesen. Zu groß war die alltägliche Informationsflut, die eingeordnet werden musste. Erst durch den Klappentext von Julia Holbes „Unsere glücklichen Tage“, und den leicht sentimentalen Gedanken zurück an einen vergangenen Sommer, konnte ich endlich versuchen die Realität hinter mir lassen. Aber habe ich mich vielleicht zu früh gefreut?

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Katherine Webb: Die Frauen am Fluss

Ich hatte gehofft, dass wir, wenn ich diese Rezension schreibe, uns schon in der Zeitrechnung „Nach-Corona“ befinden und wir schon mehr oder weniger zu unserem üblichen Alltag zurückgefunden haben. Stattdessen höre ich immer mehr Geschichten aus meinem Umfeld, wie versucht wird Familie, Job und Kinderbetreuung zu vereinbaren, nicht durchzudrehen und irgendwie weiterzumachen. Meine Nachbarin genoss gestern ein paar ruhige Minuten ohne Nachwuchs, ihr Mann hatte die Kids „übernommen“. In dieser fast schon heiligen Zeit, saß sie auf einer Liege im Hof und las in Ruhe ein Buch. In den letzten Monaten habe ich auch an mir beobachtet, dass wenn mir die Situation über den Kopf zu wachsen schien, und ich nicht zur Ablenkung weitere x Kilometer spazieren gehen wollte, nur noch das Lesen half, um etwas ruhiger zu werden. Kennt ihr das auch? Vielleicht findet ihr hier auf unserem Blog Inspiration für euren „Moment zum Durchatmen“, das nächste Buch, das ihr lest. Von Katherine Webb habe ich bereits viele Frauenromane gelesen, wie z.B. „Das fremde Mädchen“. Besonders jetzt suche ich aktiv nach Romanen mit hoher Seitenanzahl, um möglichst lange Lesen zu können. „Die Frauen am Fluss“ hat knapp 500, vollgepackte Seiten Geschichte- aber lohnen die sich?

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Miquel Reina: Lichter auf dem Meer

Es gibt Bücher, die kaufe ich und lese sie dann ganz bewusst, wenn ich in einer ganz bestimmten Stimmung bin. Es gibt aber auch Bücher, die kaufe ich aus dem Bauch heraus und lese sie dann nur, um meinen Stapel abzuarbeiten. Oder es gibt die Buchkäufe, wo ich zuerst auf das Cover achte und dann einfach hoffe, dass mich der Klappentext genau so überzeugt, wie schon die Front. So war es bei „Lichter auf dem Meer“. Beides fand ich ansprechend- gekauft. Nun muss ich sagen, dass dieser Roman dennoch eine Weile unbeachtet in meiner Buchecke lag, weil ich bewusst in diesen Zeiten der Isolation eher seichte Literatur, oder Lektüre, wo ich schnell einen thematischen Zugang finde, präferiert habe. An einem sonnigen Tag bewaffnete ich mich nun aber mit diesem Exemplar, verzog mich auf meine Lieblingsbank im Grünen, gleich neben einer Pferdekoppel (nein, ich bin kein Großgrundbesitzer) und versank in der Geschichte von Harold und Mary.  Weiterlesen

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Beate Maxian: Die Tränen von Triest

Ich nenne es „Therapeutisches Lesen“. Wie ich euch bereits auf unserem Instagram-Kanal verraten habe, half mir das Lesen in den letzten Wochen über das Chaos im Kopf und die innere Unruhe hinweg, die mich seit Wochen, nicht nur wegen der Corona-Krise, täglich auf Trab hielten. Eine Art Therapie also, mein Stapel ungelesener Bücher machte also richtig Sinn. Seit einiger Zeit wartete dort auch eine Italien-Reise auf mich, die ich zwar durch die Einschränkungen aktuell nur in meinem Kopf unternehmen kann, auf die ich mich aber schon sehr freute. Die Autorin Beate Maxian lernte ich auf der Leipziger Buchmesse vor zwei Jahren bei einem Bloggertreffen kennen. Kurz darauf habe ich „Die Frau im hellblauen Kleid“  gelesen und für euch  begeistert rezensiert. Ich mochte ihren Schreibstil sofort und gefühlt habe ich nur einmal kurz mit den Augen geblinzelt und schon war ich mit dem Buch durch. Nun war ich gespannt, ob mich „Die Tränen von Triest“ wohl genau so begeisterten…

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Liane Moriarty: Neun Fremde

Ich habe meinen letzten Sommerurlaub mal wieder in Frankreich verbracht. (Überraschung,…) Als ich im wunderschönen Aix-en-Provence unterwegs war, fand ich durch Zufall in einer versteckten Gasse einen malerischen Buchladen, über den ich hier demnächst noch einige Zeilen hinterlassen werde. Dort gab es nicht nur angenehmere Temperaturen als draußen in der prallen Sonne und ein kaltes Getränk, sondern auch eine Abteilung für fremdsprachige Bücher, was ich generell sehr zu schätzen weiß. Ich stöbere so oft es geht darin herum, denn leider gibt es diese Ecken in Buchläden meiner Meinung nach viel zu selten. Mit einem Stapel Büchern bewaffnet, verzog ich mich also in eine Ecke und las Klappentexte, nippte an meinem Eiskaffee und habe mich am Ende für den Roman entschieden, den ich bereits in Deutschland in der Hand hatte. Liane Moriarty haben wir den, mittlerweile erfolgreich  verfilmten, Roman „Big Little Lies“ zu verdanken, von dem ich großer Fan bin. Ich sah es also als Zeichen, dass mir diese Ausgabe ausgerechnet im Urlaub wieder in die Hände fiel- und hey, um mal ein Mädchenklischee zu bestätigen: auf dem Cover ist ein Pool zu sehen, perfekt für eine Urlaubslektüre, oder? Weiterlesen

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Mary Kay Andrews: Sommernachtsträume

Während sich das Wetter in den letzten Wochen gefühlt durch alle Jahreszeiten gearbeitet hat, konnten wir zwischendurch auch schon mal das Gefühl von knapp 20°C  und Sonne im Gesicht spüren. Habt ihr dann auch gleich sehnsüchtig an laue Sommerabende auf dem Balkon gedacht? Wenn alles ein bisschen leichter von der Hand geht, man ein Stückchen entspannter durchs Leben geht und fast täglich Eis zum Abendessen hat. Träumen wird ja noch erlaubt sein, gerade nach den letzten Wochen in (freiwilliger) Quarantäne. Wer sich schon jetzt in Sommerstimmung bringen möchte, oder schon die Urlaubslektüre zusammensucht, reist z.B. zur idyllischen Insel Belle Isle, wo Tradition und Ansehen groß geschrieben werden. Wer jetzt denkt es dreht sich alles um heile Welt und Sonnenschein, liegt schon zum ersten Mal total falsch. Ich wette, ihr werdet euch noch mindestens ein Mal beim Lesen täuschen! Weiterlesen

Cover Liebesbriefe von Montmartre mit gemaltem Herz auf Papier

Nicolas Barreau: Die Liebesbriefe von Montmartre

Ah oui…, „l`amour.“ Mich alten Frankreichfan kann man mit französischen Autoren oder Geschichten, die dort spielen, sehr leicht um den Finger wickeln. Ich bekomme wahrscheinlich beim Lesen sogar automatisch einen verklärten Blick und mit viel Phantasie rieche ich die Lavendelfelder des Südens. Hach. Ich schweife ab. Tatsächlich habe ich durch Zufall einen Roman von „Nicolas Barreau“ in den Händen gehabt, in meinem Lieblingsbuchladen im Allgäu. Seitdem versuche ich alle Romane von ihm zu lesen und so fand ich dieses schöne Buch (nicht nur) für Frauen. Man munkelt ja, dass sich hinter dem Autorennamen tatsächlich eine Verlegerin verbirgt, die mittlerweile sogar unter verschiedenen Pseudonymen tätig ist. Es ist einigen Lesern nämlich aufgefallen, dass es „seine“ Bücher scheinbar gar nicht als französisches Original zu kaufen gibt, bzw. diese gar nicht existieren. Mysteriös! Franzose hin oder her, es geht hier ja schließlich um den Roman und dieser führt uns, wie der Name schon vermuten lässt, in das Künstlerviertel Montmartre, im schönen Paris.

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