Roman Das kleine Cottage am Meer lehnt an Hut und Sonnenbrille

Debbie Macomber: Das kleine Cottage am Meer

Stöberst du auch manchmal in den Kisten mit „Mängelexemplaren“? Meine Mutter ist darin quasi Expertin und sichert sich so meistens ihre Urlaubslektüre. Ich dagegen habe in den letzten Jahren vielleicht maximal zwei Mal tatsächlich Glück gehabt und etwas gefunden, was mich ansprach. Sonst scheinen schon andere Schnäppchenjäger die besten Exemplare vor mir zu finden. So kam ich aber in diesem Sommer voller Ungewissheit, wie ein Urlaub außerhalb Balkonien möglich ist, zu Debbie Macombers „Das kleine Cottage am Meer“. Was nach einem Roman mit viel Herzschmerz, Schmalz und vorhersehbaren Entwicklungen klingt, entpuppte sich als Überraschungskiste und der Frage: was passiert, wenn ein Moment dein ganzes Leben verändert und nur du zurück bleibst…

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Cover Das rote Adressbuch vor grauem Hintergrund mit Malve

Sofia Lundberg: Das rote Adressbuch

Bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2018 fiel mir Sofia Lundbergs „Das rote Adressbuch“ als Empfehlung in die Hände. Ich weiß gar nicht genau, warum zu diesem Zeitpunkt ein regelrechter Hype in meinem Umfeld zu genau diesem Roman ausbrach. Fakt ist, ich habe fast zwei Jahre gebraucht, um es endlich in den Händen zu halten und Zeit zu finden, es zu lesen. Gehört hatte ich tatsächlich sehr viele, verschiedene Meinungen, von hochgelobt bis enttäuscht. Ich kannte zu diesem Zeitpunkt lediglich den Klappentext…

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cover das schmetterlingszimmer

Lucinda Riley: Das Schmetterlingszimmer

An Lucinda Riley kommt man in den Buchläden gar nicht mehr vorbei. Die meisten kennen sie wohl durch ihre „Schwestern-Reihe“, wo ich bereits „Die Sturmschwester“ gelesen und auch rezensiert habe (Einfach klicken und du kommst zur Rezension). Ich habe zwar damals nach diesem Roman aufgehört, die Reihe zu lesen, kannte aber bereits einige andere Werke von ihr, die mir, zumindest meistens, gut gefallen haben. Ich hatte vermutet, dass es für sie als Autorin sicher recht bequem ist die Schwestern-Reihe fortzusetzen, und, dass ich sonst keinen weiteren Lesestoff von ihr finde. Dann fiel mir „Das Schmetterlingszimmer“ in die Hände…

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cover roman jenny colgan wo dich das leben anlächelt

Jenny Colgan: Wo dich das Leben anlächelt

Jenny Colgan gehört für mich persönlich zu den besten Autoren-Entdeckungen der letzten Jahre. Auch wenn es zunächst eher eine Zufallsbekanntschaft war, die mit der „Kleinen Sommerküche am Meer“ begann, bin ich ihr bis heute treu geblieben. Wenn ich im Buchladen stehe, und etwas Neues von ihr entdecke, freue ich mich und nehme mir vor, für die nächsten 48 Stunden nicht erreichbar zu sein, weil ich ab sofort etwas vorhabe. Ich weiß mittlerweile, dass ich bei Jenny Colgans Romanen schnell in den Lesefluss komme, meine Außenwelt komplett abschalte und bisher immer ein wenig traurig war, wenn ich mit dem Buch fertig war. Durchweg gute Zeichen, oder? Nun ist es ja bei funktionierenden Beziehungen auch gelegentlich so, dass man bequem wird und Überraschungen dann auch einmal schief gehen können. Es gab also den einen Moment, in dem ich „Wo dich das Leben anlächelt“ in der Hand hielt und kurz zögerte, es mitzunehmen. Kann das gutgehen? Schon wieder ein Roman, den ich einfach regelrecht weglese? Da muss es doch einen Haken geben!

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cover sterne sieht man nur im dunkeln vor einem meer mit dünengras

Meike Werkmeister: Sterne sieht man nur im Dunkeln

Urlaub im Jahr 2020 ist und bleibt ein emotionales Thema. Wegfahren? Wenn ja, wohin? Augen zu und durch und eventuelle Risikogebiete dennoch besuchen? Mein Bauchgefühl ist vor allem seit diesem Jahr für mich ein enorm wichtiger Gradmesser, nicht erst seit Covid-19. Also kurz hineingefühlt und es war klar, Urlaub wie in den letzten Jahren wird es so nicht geben. Wichtig ist aber, dass wir uns erholen und möglichst häufig die Jogginghose anhaben. Schon im Mai, als die erste „Welle“ gefühlt durch war, und die ersten Pensionen wieder öffneten, fuhren wir also an die Ostsee. Hauptsache raus, Hauptsache mal den Kopf frei bekommen. Dafür suchte ich noch die perfekte Romanbegleitung, die bloß keine Schreckensszenarien enthält oder Endzeitstimmung aufzeigt. Ein bisschen Träumerei wäre doch ganz nett! Aber war die bei „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ wirklich möglich?

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Buchcover Eleanor Oliphant neben Blumentopf

Gail Honeyman: Ich, Eleanor Oliphant

Ich hatte bereits über das Phänomen gesprochen, dass einen manche Bücher gefühlt verfolgen. So ging es mir mit „Ich, Eleanor Oliphant“ seit x Monaten. Die Coverfarbe in dezentem Knallgelb war einerseits nicht zu übersehen, aber auch in diversen sozialen Netzwerken, wurde darüber diskutiert. Okay, gewonnen. Ich dachte, es wäre gar nicht so schlecht zu diesem Anlass mal wieder etwas in der Originalsprache zu lesen, weil ich mir einbilde, dass ich so meine Englischkenntnisse einigermaßen fit halte. Komischerweise habe ich nicht einmal im Vorfeld recherchiert, worum es überhaupt in diesem Roman geht. Also hieß es: gesehen, gekauft, gelesen. Oftmals bereut man genau dieses Vorgehen..

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hardcover nicholas sparks wenn du zurückkehrst vor blumen

Nicholas Sparks: Wenn du zurückkehrst

Wir haben wohl alle bestimmte Familienangehörige und Freunde schon eine ganze Zeit lang nicht mehr „live“ gesehen. Einfach mal an einem Wochenende quer durch Deutschland fahren, um ein paar Tage zusammen zu verbringen, ist derzeit einfach keine gute Idee. Ich sehe meine Schwiegereltern dank 515 km Entfernung sowieso schon recht selten. Als mein Mann jetzt einen runden Geburtstag feierte, und wir dank Corona die große Party inklusive vieler lieben Menschen und Umarmungen nicht schmeißen konnten, beschlossen wir dennoch seine Eltern zu sehen. Wie ihr bereits wisst, gibt es dort meinen allerliebsten Buchladen, den ich auch jedes Mal besuchen MUSS. Da ich die beste Schwiegermutter von allen habe, hat sie mir ein Buch spendiert. Ich habe nicht mal eine Sekunde überlegt, welches das sein würde, denn erst ein paar Tage zuvor hat der „Herz-Schmerz-König“ Nicholas Sparks seinen neusten Roman „Wenn du zurückkehrst“ veröffentlicht. 448 Seiten, das Hardcover und ich verzogen uns quasi sofort. Weiterlesen

cover leas spuren vor weinrotem hintergrund

Bettina Storks: Leas Spuren

Kennt ihr das, wenn ihr in einem Buchladen steht und euch einfach nicht entscheiden könnt? Es gibt Tage, da weiß ich ganz genau, dass ich, trotz riesigem Stapel ungelesener Bücher, unbedingt heute ein neues Buch brauche. Wenn ich also irgendwann ratlos bin, gehe ich in Gedanken die Autoren durch, die mich in der Vergangenheit überzeugt haben. Bettina Storks kenne ich seit „Das geheime Lächeln“ (mit einem Klick zur Rezension) Damals begeisterte mich ihr Gefühl für Momentaufnahmen, ihre Detailliebe bei Handlungsorten und das gekonnte Verweben von historischen Fakten und Fiktion. Auch, wenn das Buch, das ich zuletzt las (Julia Holbe, „Unsere glücklichen Tage“) ebenfalls in Frankreich spielte, und meine Frankophilie auch kein Geheimnis mehr ist, habe ich mich damals im Buchladen für einen Roman von Bettina Storks entschieden, der in Deutschland und in Paris spielt. Nun liegt es in der Natur von Erwartungen, dass diese meistens eher zu hoch gesteckt werden und die Enttäuschung nicht weit ist. Ob mich „Leas Spuren“ auch begeisterten erfahrt ihr jetzt. Weiterlesen

roman ein sommer unter apfelbäumen mit äpfeln und tuch

Eva Seifert: Ein Sommer unter Apfelbäumen

Dieser Sommer fühlt sich definitiv nicht an, wie die davor. Irgendwie fehlt mir die Leichtigkeit oder das Gefühl von „einfach mal treiben lassen“, wenn die Tage lang waren und der Duft von Sonnencreme und Meer abends in den Haaren hing. Natürlich versuche ich genau wie viele andere das Beste aus der Situation zu machen, ich esse z.B. sehr viel Eis, nutze jeden Sonnenstrahl an der frischen Luft so gut es geht und träume mich dann irgendwo an den Strand, Sommerplaylist sei Dank. Aber wir haben mittlerweile schon August, wo ist um Himmels Willen das Jahr hin? Erlebe ich noch ein paar Tage von meinem persönlichen „perfekten Sommer“? Während ich also eher einen „Sommer mit meinen nervtötenden, lauten Nachbarn“ verbringe, habe ich auf dem Balkon in Rekordzeit „Sommer unter Apfelbäumen“ gelesen und bin dabei nach Wales gereist. Weiterlesen

cover unsere glücklichen tage mit alter kanne

Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Der Sommer 2020 ist definitiv ein Besonderer. Für die meisten fällt Urlaub außerhalb Deutschlands dank Corona flach. Zu groß ist das mulmige Bauchgefühl oder die Angst bei einem spontanen Lockdown nicht mehr zurück nach Hause zu kommen. Wessen  Angehörige zu einer so genannten „Risikogruppe“ gehören, und sie schlimmstenfalls nicht besuchen darf, befindet sich quasi in Daueralarmbereitschaft. Wir denken wehmütig an die freien Tage im letzten Jahr zurück, als es völlig normal war sich in einem überfüllten Café zu verabreden, sich zur Begrüßung zu umarmen und als man Desinfektionsmittel gedanklich eher dem medizinischen Bereich zuordnete. Jetzt versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen, sich trotz schwankender Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zumindest ein bisschen Sommerstimmung zu tanken, was auf einem Minibalkon mit Plantschbecken direkt an der stark befahrenen Straße gar nicht so einfach ist. Ich habe mich in den letzten aufregenden Wochen auch zunächst eher aufraffen müssen, um mal wieder zu lesen. Zu groß war die alltägliche Informationsflut, die eingeordnet werden musste. Erst durch den Klappentext von Julia Holbes „Unsere glücklichen Tage“, und den leicht sentimentalen Gedanken zurück an einen vergangenen Sommer, konnte ich endlich versuchen die Realität hinter mir lassen. Aber habe ich mich vielleicht zu früh gefreut?

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