Rezension The Booklettes Rebecca Martin die vergessene Freundin

Rebecca Martin: Die vergessene Freundin

Mit den Autoren ist es wie mit einem Friseur. Hat man einmal einen guten gefunden, möchte man am liebsten dort bleiben und wechselt nur schwer, weil man ihm schon sehr vertraut. So ist es bei mir jedenfalls und meine Bücherregale spiegeln das auch wieder. Häufig besitze ich von einem Autoren gleich mehrere Romane, ganz vorn liegen dabei Cecelia Ahern, Kate Morton oder Lori Nelson Spielman. Rebecca Martin begegnete mir zum ersten Mal durch ihren Roman „Die geheimen Worte“. Ich war schon nach den ersten Zeilen total gefesselt und konnte nicht aufhören zu lesen. Umso mehr freute ich mich, dass ich nun, nach einiger Zeit ohne neuen Roman von ihr, wieder ein Buch von ihr sah, dessen Klappentext mich neugierig machte. Ein altes Kino, eine Familiengeschichte, Freundschaft und Tragik. Aber klang das nicht zu schön, um wahr zu sein?

Autor: Rebecca Martin

Verlag: Diana Verlag

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Deutsche Geschichte vor Filmkulisse

Carina bekommt den Auftrag zu dessen Jubiläum, eine Chronik über ein altes Kino zu verfassen. Damit verbunden ist die Familiengeschichte, die auch vor allem die hoch betagte Elly mit vielen Geheimnissen verbindet- schließlich ist sie die Erbin dieser Kinodynastie. Während Carina immer tiefer in das Leben hinter der Kinoleinwand eintaucht, scheint Elly damit gar nicht einverstanden zu sein. Schließlich wird auch deutlich warum. Einst war sie mit Tonja befreundet, einer strahlenden, charismatischen Erscheinung, die es im Leben nicht gerade einfach hatte- im Vergleich zur gut situierten Elly. Eifersucht, erste Liebe und der steinige Weg zum Erwachsenwerden werden dem Leser aufgezeigt, alles vor der Kulisse deutscher Geschichte von 1918 bis zur Gegenwart. Aber was führte zum Bruch der Freundinnen und warum vergräbt sich die alte Frau lieber in ihrem Zimmer und hüllt sich in Schweigen?The Booklettes Rezension Rebecca Martin Die vergessene Freundin

Fazit: Blockbustermaterial

Ich wurde nicht enttäuscht und habe jede Seite im Eiltempo gelesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zum Zerwürfnis der Freundinnen kam und die Flashbacks in Ellys Vergangenheit sowie die unterschiedlichen Erzählperspektiven, schaffen ein rundum gelungenes Bild eines bewegten Lebens auf der Suche nach der eigenen Identität in schwierigen Zeiten innerhalb Deutschlands, der wahren Liebe und der Frage, wie weit Freundschaft gehen sollte. Konflikte, die unter die Haut gehen und den Leser oftmals zum Nachdenken anregen, ziehen sich durch den gesamten Roman. Der Fokus liegt auf der Freundschaft zwischen Tonja und Elly, wobei die gegenwärtige Storyline von Carina etwas verloren wirkt und mich gelegentlich auch im Lesefluss gestört hat. Insgesamt halte ich das Buch für absolut verfilmbar- welch Ironie bei der Thematik. Mich würde nicht wundern, wenn wir diesen tollen Roman bald schon am Samstagabend im Fernsehen wiederfinden! 

 

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