Rezension Find mich da wo Liebe ist The Booklettes

Anstey Harris: Find mich da, wo Liebe ist

Es gab eigentlich kein „Entkommen“. Überall wurde für dieses Buch Werbung gemacht, egal wo ich mich bewegte. In der Buchhandlung, auf Flyern, online. Dazu das auffällige Cover mit Feuerwerk-Motiv, und ganz ehrlich: ich liebe Feuerwerk! Ja, ich bin ein Werbeopfer. Kurz vor meinem sehr, sehr, sehr dringend nötigen Sommerurlaub, brauchte ich also mal wieder Lesestoff und da ich ja keine Buchtüte mehr mitnehmen „darf“ (auch im Namen meiner Nackenmuskulatur), musste etwas für den E-Reader her.   Nun sind diese recht kitschig anmutenden Cover, zumindest mit meiner Erfahrung, auch inhaltlich sehr vorhersehbar und oberflächlich. Auch in diesem Fall?

Autor: Anstey Harris

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Instrumente reparieren mit Nebenwirkungen

Grace hat sich mit ihrem Leben in einem kleinen, englischen Dorf arrangiert. Sie repariert Instrumente und spielt seit nunmehr 8 Jahren die „zweite Geige“ im Leben von David, ihrem fast zu perfekten Freund. Das Problem ist nur, dass dieser auch leider seit genau 8 Jahren versucht seine Frau und seine Familie für sie zu verlassen. Das Doppelleben, das die Basis ihrer verträumten Zukunft war, zerbricht und plötzlich steht Grace ohne all´ das da, was ihr Halt gegeben hat, sie muss sich neu erfinden- wobei ihr eigenes Talent gar nicht so neu ist. Anstatt der Lügen und Versprechungen von David, trifft Grace auf Unterstützung und Zuspruch. Mit Hilfe von ihrem Stammkunden und ihrer Angestellten, beginnt ein unverhofftes Abenteuer, das ihr einen neuen Lebensweg weist und ungeahnte Folgen für ihr privates Glück mit sich bringt. The Booklettes Rezension Find mich da wo Liebe ist Kindle

Fazit: Fach-Chinesisch und wer findet wen

Ich bin wirklich hin- und hergerissen, was diese Bewertung betrifft. Insgesamt war ich schon gut unterhalten, zumindest habe ich das Buch bis zur letzten Seite gelesen. Allerdings habe ich mich zwischendurch dabei ertappt, wie ich dann doch einige Zeilen übersprungen habe, Langatmigkeit sei Dank. Und dabei meine ich nicht, dass mich Detailliebe gestört hat, eher das „Fach-Chinesisch“ des Instrumentenbaus und der Musik. Ich bin sehr großer Musikfan, auch von klassischer Musik, habe jahrelang im Chor gesungen und Klavier gespielt, mir sind also auch bestimmte Termini durchaus ein Begriff. Allerdings haben gerade diese mich irgendwann einfach nur noch gestört, bzw. auch meinen Lesefluss. Anstatt, dass die Story dann Fahrt aufnahm, verlor sich die Autorin in Beschreibungen von Instrumenten oder typischen Charakteristika derer. Die Figuren und deren Entwicklung haben mich dagegen entschädigt. Jeder einzelne war liebevoll dargestellt, sie haben eine eigene Reise ihrer Persönlichkeit unternommen und waren durchweg sympathisch und realistisch in ihren Handlungen. Auch der Spannungsbogen hat mich nicht enttäuscht! Aber wo klemmt es? Irgendwo bin ich wohl beim Lesen verloren gegangen. Es könnte auch am irreführenden Titel liegen, denn hinter dieses Geheimnis bin ich nicht gekommen. Wer findet die Liebe? Wer findet wen? Welche Liebe ist gemeint? Davon gibt es in diesem Roman jedenfalls mehr als genug: freundschaftliche Liebe, platonische Liebe, romantische Liebe, Liebe zur Musik undundund. Aber so richtig verliebt, bin ich in leider nicht.

 

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