sue moorcroft-mistelzweigzauber-the booklettes

Sue Moorcroft: Mistelzweigzauber

Das neue Jahr steht schon in den Startlöchern und wir hoffen, ihr habt die freien Tage genutzt, um es euch gemütlich zu machen, zu lesen und tonnenweise Plätzchen zu futtern. Weihnachten haben wir euch auf unserem Instagram-Kanal zum ersten Mal eine Rezension in den „Insta-Stories“ präsentiert, quasi eine Premiere für uns. Wir haben zukünftig vor eher dort, als wie bisher auf Youtube, in kurzen Videos unsere Meinung zu Büchern zu teilen. Zwei Mädels, ein Buch, (meistens) zwei verschiedene Meinungen. Wir lesen für euch! Wie uns „Mistelzweigzauber“ von Sue Moorcroft gefallen hat, haben wir euch noch einmal zusammengefasst.

Autor: Sue Moorcroft

Verlag: Fischer Verlag

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Ein Dorf, ein Zwischenfall und viele Schicksale

Alexia ist Innenarchitektin und lebt in einem kleinen Dorf in England. Sie will den alten Dorfpub zu einem Café umgestalten, das ein Treffpunkt für alle Dorfbewohner sein soll. Dafür werden Spenden gesammelt, um eine tolle Ausstattung zu ermöglichen und die Eröffnung an Weihnachten zu sichern. Dann wird über Nacht die komplette historische, und mühevoll aufgebaute Einrichtung zerlegt und abgebaut, kurzum: gestohlen. Alexias beste Freundin ist auf einen der Diebe hineingefallen, der wochenlang alles fein säuberlich ausgespäht hat, im richtigen Moment zuschlug und sie ganz nebenbei zur alleinerziehenden Mutter macht. Die große Frage ist nun: wie kann das Café dennoch eröffnet werden? Alexia gibt nicht auf und das ganze Dorf arbeitet gemeinsam an der Eröffnung. 

Noch nicht genug an Handlung? Es gibt noch mehr! Ben ist ein Baumpfleger, der eine verquere Familiengeschichte mitbringt. Inhaftierter Bruder, Ex-Frau, Eltern, die zum Bruder halten und dessen Geheimnis mit sich herumtragen und Ben nichts sagen wollen. So taucht er im Dorf auf und macht Alexia zunächst erfolgreich schöne Augen. Nach einer heißen Nacht verschwindet er plötzlich und macht alles wahnsinnig kompliziert. 

Keiner redet mehr miteinander, sondern arbeitet nur noch für das Café-Projekt zusammen. Nebenbei wird Alexia auch noch berühmt, als sie über die Geschehnisse vor Ort und den gemeinen Diebstahl im Radio, und später auch im Fernsehen spricht. Ja, hier ist eine Menge los. Kann noch irgendjemand folgen?

Fazit: Mistelzweigzauber

Wir machen es kurz, uns hat das Buch nicht überzeugt. Ja, man konnte es einigermaßen gut lesen, aber eine wirkliche Motivation die Handlung, bzw. eher die HandlungEN, weiterzuverfolgen, hatten wir beide nicht, Ofelia hat irgendwann sogar aufgegeben. Woran das liegt? Ein Erklärungsversuch:

  • zu viele Handlungsstränge, die alle krampfhaft versucht werden durchgehend im Fokus zu stehen – Verworrene Liebesgeschichte mit wenig Entwicklung der Handlung, ein alter Mann, der sich nicht allein versorgen kann, ungewollte Schwangerschaft von einem Ganoven, ein Einbruch mit Folgen, Geheimnisse einer Familie.
  • Seltsamer Titel – Ja, es gibt eine Deadline im Roman, die rund um Weihnachten liegt. Aber warum heißt dieses Buch so? Kein Mistelzweig, kein Zauber. Kein Wort sonst über Weihnachten. 
  • Keine klare Ausrichtung, zu welcher Gattung der Roman gehört – Krimi? Liebesgeschichte? Drama? Keine Ahnung. 

Wie kann ein Buch 436 Seiten inklusive so vieler Handlungsstränge bieten und den Leser dennoch so frustriert zurück lassen? Nie kam so richtig Schwung in eine Handlung, oder es wurde mal spannend. Es plätschert alles vor sich hin, wie ein buddhistischer Zen-Brunnen. 3 Punkte gibt es von uns dennoch für die Idee des Zusammenhalts des Dorfes, den Ideenreichtum an Handlungssträngen (muss belohnt werden) und das Cover, das uns tatsächlich samt Klappentext dazu bewogen hatte, das Buch zu lesen. Clever! 

Die Rezension findet ihr übrigens in Video-Form auf unserem Instagram-Profil in den Highlights. 

Ein Gedanke zu “Sue Moorcroft: Mistelzweigzauber

  1. lliensternberlin schreibt:

    Welche Überraschung – mir aus tiefster Seele gesprochen: „Das neue Jahr steht schon in den Startlöchern und wir hoffen, ihr habt die freien Tage genutzt, um es euch gemütlich zu machen, zu lesen und tonnenweise Plätzchen zu futtern. Weihnachten haben wir euch auf unserem Instagram-Kanal zum ersten Mal eine Rezension in den „Insta-Stories“ präsentiert, quasi eine Premiere für uns. Wir haben zukünftig vor eher dort, als wie bisher auf Youtube, in kurzen Videos unsere Meinung zu Büchern zu teilen. Zwei Mädels, ein Buch, (meistens) zwei verschiedene Meinungen. Wir lesen für euch! Wie uns „Mistelzweigzauber“ von Sue Moorcroft gefallen hat, haben wir euch noch einmal zusammengefasst.“
    Auch für Männer können „Frauenromane“ eine Erleuchtung sein! D.W. Berlin

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s