Liebe ist die beste Therapie Diogenes Verlag John Jay Osborn The Booklettes Buchtipp

Frauenroman: Liebe ist die beste Therapie

„Die Liebe ist…“ – Um die Liebe zu beschreiben gibt es unendlich viele Gedichte und Interpretationen. Ein unkontrollierbares Gefühl, mal himmlisch mal qualvoll. Mal ganz einfach und simpel und mal kompliziert und schwierig. Doch, dass die Liebe die Antwort auf alle Fragen sein soll haben wir alle schon einmal gehört, richtig? Das Buch entdeckte ich zum ersten Mal bei der LITBLOG Convention 2018 in Köln, am Diogenes-Stand. Ich dachte sofort, „Das klingt interessant. Das muss ich lesen!„. Schließlich hatte ich es für den Sommerurlaub eingepackt und las es am Strand von Makarska, Kroatien. Wenn ihr Wissen wollt, ob ich John Jay Osborn recht gebe und die Liebe als die beste Therapie sehe, könnt ihr hier nachlesen. 

John Jay Osborn Liebe ist die beste Therapie The Booklettes Diogenes Buchtipp Rezension

(Bildquelle: privat)

Autor: John Jay Osborn

Buchverlag: Diogenes

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Die Liebe ist die beste Therapie“ handelt tatsächlich von den Therapie-Sitzungen eines zerbrochenen Ehepaares. Charlotte und Steve suchen bei Sandy (die Therapeutin) Hilfe. Ihre Ehe ist aus zahlreichen Gründen gescheitert, doch schnell wird klar, dass der Ehebruch von Steve der Auslöser für die endgültige Trennung gewesen war. Damit die Ehe nicht in einem Rosenkrieg um die Kinder endet, entscheiden sie sich für eine Ehetherapie. Denn Steve, der untreue Ehemann möchte alles dafür tun, die Ehe wieder zu retten und wünschte sich nichts sehnlicher als alles wieder ungeschehen machen zu können. Doch Charlotte lässt ihn immer wieder spüren, dass sein Wunsch nie in Erfüllung gehen wird. Der Schmerz, die Verletzung und Enttäuschung sitzen zu tief. 

Sandy, die Therapeutin der beiden, unterhält sich neben den Paartherapie-Stunden auch jeweils alleine mit den beiden. Sie versucht sowohl Charlotte als auch Steve Schritt für Schritt näher zu kommen. Sie näher kennenzulernen und zu erfahren wie jeder einzelne tickt. Um sie so durch Köder, wie explizite Fragen und ganz bestimmte Themen, aus der Reserve zu locken und sie so ganz von alleine auf das Problem zu zeigen und zur Lösung zu führen.

 

Fazit

John Jay Osborn Liebe ist die beste Therapie The Booklettes Diogenes Buchtipp Rezension

(Bildquelle: privat)

Ich bin kein Fan von Spoilern, deswegen möchte ich auch nicht all zu viel verraten. Das möchte ich eigentlich nie! Doch meine Meinung möchte ich dennoch mit euch teilen und versuche dadurch nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Allgemein gesagt, ist das Buch sehr leicht und schnell zu lesen, die Konversationen sind unterhaltsam geschrieben und für meinen Geschmack auch durchweg interessant. Es gibt jedoch kein besonderes hoch, aber auch kein gähnendes tief. Was das Buch jedoch interessant macht, ist der Unterschied der zwischen Mann und Frau deutlich wird. Auf welche Art und Weise Männer ihre Frauen verletzen, auf ganz unbewusste und naive Art. Und wie wach und taktisch Frauen argumentieren und verhandeln. Wenn der Mann erst langsam begreift was um ihn herum geschehen ist, ist die Frau schon längst dabei ihre nächsten Schritt zu planen.

Das Buch hat mich sehr amüsiert und stark vor Augen geführt, wie unterschiedlich Mann und Frau sind. Dass jede Geschichte zwei Seiten hat. Jeder Mensch anders reagiert und verarbeitet, doch nichts davon muss schlimm sein. Denn der Mensch ist nunmal wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen. Das entscheidende ist doch, was der Mensch aus seinen Fehlern macht und was er von sich und seinem gegenüber erwartet. Jeder Mensch wird in seinem Leben enttäuscht und das nicht nur einmal und auch nicht nur durch andere. Die Erwartungen sind einfach zu hoch. Die Erwartungen an den Ehemann, an die Ehefrau, an die Ehe, an das Leben und auch  an sich selbst. Wir alle wissen genau, dass wir lieber keine Erwartungen hegen sollten. Denn im Unter-bewusstsein wissen wir ganz genau, dass diese Erwartungen nicht erfüllt werden können. Nicht durch Gedankenlesen und auch nicht durchs hoffen und warten. Wieso tun wir es dennoch? Um uns am Ende selbst zu bemitleiden? „Ich wusste es doch!“, „Immer wieder werde ich nur enttäuscht.“, „Niemand versteht mich!“.

Anstatt die Antwort bei anderen zu suchen, sollten wir einfach lieben. Zunächst uns selbst und dann unser Gegenüber.

 

(Rezensionsexemplar)

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