Frankfurter Buchmesse 2018 Review Teil 2 Ofelia Isa The Booklettes

Isas „After-Buchmesse-Leseliste“

Für mich ist eine Buchmesse vergleichbar mit einer Tupperparty. Ich war zwar noch nie auf einer und habe es in naher Zukunft auch nicht vor, aber so stelle ich mir eine vor. Gleichgesinnte unter sich, ein Thema, um das sich alles dreht, wahnsinnig viel Spaß und am Ende gehen alle total zufrieden nach Hause, meistens mit weniger Geld in der Tasche und dafür einer gewissen Ausbeute.

Ofelia und ich haben uns in diesem Jahr die volle Dröhnung Tupperware…äh…Bücher gegeben, auf der Frankfurter Buchmesse. Für meinen Kontostand war es ein Glücksfall, dass man erst am letzten Messetag, an dem nur noch Ofelia vor Ort war, direkt am Stand auch etwas kaufen konnte. So habe ich mich „nur“ mit sehnsüchtigen Blicken durch die Massen gewühlt und mir eine ellenlange „Wunschleseliste“ erstellt. 

Machen wir uns nichts vor: wenn ich zu einer Buchmesse gehe, erwarte ich neuen Input. Neue Romane, neu entdeckte Autoren, Herzchen in den Augen und all´ das. Wir haben uns auf der Frankfurter Buchmesse quasi aufgeteilt, Samstag im Duett, Sonntag Ofelia solo. Aber so gab es das „Problem“, dass ich mir vor Ort nicht direkt die Bücher kaufen konnte, die mir ins Auge sprangen. Wie blöd ist das denn auch bitte? Und warum wird sowas gemacht? Das ist als ob man mir Schokolade vor die Nase hält, ich darf mal daran riechen, aber dann wird sie wieder eingepackt. Auf der Leipziger Buchmesse gab es diverse Möglichkeiten vor Ort Bücher zu kaufen- sei es am Stand mit mobilen Bezahlmöglichkeiten oder im extra dafür eingerichteten Sonderbereich am Ende einer Halle. Darum war ich auch sehr verwöhnt und entsprechend verwirrt in Frankfurt. Ich habe mir also ganz oldschool eine Wunschliste gemacht, quasi mit allen Büchern, die ich nach dem Messebesuch lesen möchte.

 

(Bildquelle: privat) Werbeplakat: Michelle Obama

Es gibt ja diese berühmte Frage: „Mit welchem Prominenten würdest du gern einmal einen Kaffee trinken?“ Ich würde tatsächlich antworten „Michelle Obama.“ Es gibt eine Hand voll Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, zu denen ich aus verschiedenen Gründen aufschaue. Bei ihr bewundere ich nicht nur neidisch diese mega gut geformten Oberarme (Wahnsinn!), sondern auch ihre Rhetorik, ihre Ausstrahlung, die Art, wie sie ihren Namen nutzt um für Bildung für Frauen zu kämpfen und und und. Ich glaube, wir würden uns sehr gut verstehen (Call me, Michelle!). Mich interessiert tatsächlich sehr, wie ihr Weg vor der Karriere ihres Mannes aussah (der hat irgendwas mit Politik gemacht) und, welche Aufgabe für sie jetzt im Fokus steht. Am 13.November erscheint ihre Autobiografie „Becoming“ und ich habe sie schon vorbestellt.

 

 

(Bildquelle:privat) Taschenbuch „Heute schon für morgen träumen“ von Lori Nelson Spielman

Lori Nelson Spielman wurde mir zum ersten Mal in meinem Lieblingsbuchladen empfohlen. Ich war auf der Suche nach neuem Lesefutter und habe damals „Morgen kommt ein neuer Himmel“ innerhalb eines Wochenendes gelesen. Mittlerweile ist Roman Nummer Vier erschienen und ich hatte im Vorfeld schon einige Male die Ankündigung im Internet gesehen. Bewusst erst auf der Buchmesse habe ich den Klappentext gelesen und schon gleich geahnt, dass ich mir hier wieder definitiv ein Wochenende dafür Zeit nehmen werde, um bloß nicht den Faden zu verlieren und ganz einzutauchen. Da ich am Sonntag ja schon nicht mehr auf der Messe war, um es zu kaufen, aber am Hauptbahnhof in Frankfurt diverse Exemplare lagen, wurde dieser Roman quasi zu meinem Buchmesse-Souvenir. Jetzt wartet er schon im Regal auf mich.

 

 

 

(Bildquelle:privat) Taschenbuch „Little Library Cookbook“

Hierbei handelt es sich nicht um ein klassisches Buch zum Lesen, sondern um ein Kochbuch. Davon habe ich so einige im Schrank und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich eher selten hineinschaue oder tatsächlich auch mal etwas koche, was etwas mehr Aufwand bedeuten würde.

Hier habe ich vielleicht die Motivation dazu, denn hier steckt quasi Literatur in den Kochtöpfen. Kate Young betreibt einen Kochblog und hat in „Little Library Cookbook“ Rezepte aus Romanen zusammengetragen, sie toll auf Bildern inszeniert und macht so definitiv Lust sich etwas Zeit zu nehmen- und vielleicht nach dem Kochen das passende Buch zum Rezept noch einmal zu lesen. Daumen hoch

 

 

 

(Bildquelle:privat) Taschenbuch „Die Schwestern von Applecote Manor“ von Eve Chase

Eve Chase begegnete  mir zuerst bei „Black Rabbit Hall“, einem spannenden, fast schon düsteren Familienroman, der in England spielte, den ich nur schwer weglegen konnte. Ich muss gestehen, ich habe danach aber nie Ausschau nach einem Nachfolgewerk gehalten. Ganz schön blöd! Auf der Buchmesse hatte ich also nun „Die Schwestern von Applecote Manor“ in der Hand, wieder ein dicker Wälzer, wie schon der Roman zuvor. Perfekt für mich! Dünne Bücher lasse ich tatsächlich eher mal im Laden stehen, aber die dickeren ziehen mich total an. Wieder spielt der Plot in England, wieder steht ein Familiendrama im Fokus, diesmal mit einem verschwundenen Kind. Das schreit doch förmlich nach einer Herbst-/Winterlektüre, wenn es draußen stürmt und regnet. Und ich werde Frau Chase auch zukünftig wieder mehr auf dem Schirm haben!

 

 

Weitere Bücher, die auf meiner Wunschliste stehen:

Bettine Storks: Das geheime Lächeln

(Bildquelle:privat) Bettine Storks: Das geheime Lächeln

 

Sofia Lundberg: Das rote Adressbuch

(Bildquelle:privat) Sofia Lundberg: Das rote Adressbuch

 

Penny Vincenzi: Die Stunde des Schicksals

(Bildquelle:privat) Penny Vincenzi: Die Stunde des Schicksals

 

Graeme Simsion: Der Mann, der zu Träumen wagte

(Bildquelle: privat) Graeme Simsion: Der Mann, der zu Träumen wagte

 

Virginie Grimaldi: Der Duft des Glücks ist stärker wenn es regnet

(Bildquelle: privat) Virginie Grimaldi: Der Duft des Glücks ist stärker wenn es regnet

Hierbei handelt es sich nur um eine kleine Auswahl an Büchern, die es mir angetan haben. Wie gesagt, es ist schwer, wenn man innerhalb eines Tages so viele Eindrücke sammelt, in Bücher reinlesen kann, Autoren trifft und dann ganz realistisch einschätzen soll, was in den nächsten Monaten zeitlich überhaupt machbar an Lesematerial ist. Es klingt irgendwie seltsam, aber ich möchte nicht, dass ein Buch ewig im Regal steht, bevor ich es dann irgendwann einmal endlich lese. Sonst würden sich wohl noch mehr bei mir Zuhause stapeln! Wir lesen bei „The Booklettes“ nicht nur für uns, sondern für euch! Also freut euch schon auf die Rezensionen, die hier in den nächsten Monaten eintrudeln werden. Ich stehe quasi in den Startlöchern.

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