Frankfurter Buchmesse 2018 The Booklettes

Buchliebe: Frankfurter Buchmesse – Teil 1

Was für ein Wochenende! Tausende Bücher, Buchfans, Autoren, Cosplayer, Promis- und „The Booklettes“ mittendrin. Spätestens seit der Leipziger Buchmesse  war für uns klar, dass wir uns die ganz große Buchsause in Frankfurt nicht entgehen lassen werden! Es fühlte sich tatsächlich auch ehrlicherweise ein wenig an wie Klassenfahrt: große Vorfreude, Unterwegs sein, (irgendwann nach x Stunden Verspätung mit der Bahn) Ankommen, viel Gegacker und eine Menge Spaß dank unseres liebsten Hobbies. Mit unseren Laufschuhen ausgestattet, haben wir uns für euch zwei Tage lang mitten ins Getümmel auf der Frankfurter Buchmesse gestürzt. Die fast 30 km, die wir in dieser Zeit zurückgelegt haben, waren tatsächlich auch wirklich knackevoll gepackt mit Eindrücken, die wir euch nachfolgend zeigen.

Halle 3 Frankfurter Buchmesse 2018

(Bildquelle: privat)

Da redet man monatelang darüber, plant alles, bucht alles, freut sich darauf und auf einmal stehen „The Booklettes“  nur zur Hälfte am Frankfurter Hauptbahnhof, weil Ofelia durch die Strecken-sperrung der Deutschen Bahn erstmal mit einem ausgefallenen Zug, und einer Verzögerung unseres ausgetüftelten Zeitplanes konfrontiert wurde. Keine Sorge, nach dem holprigen Start gab es ein Happy End, inklusive oscarverdächtiger Wieder-sehensszenen am Gleis.

Zwischen Büchern und Sauerstoffmangel

Ich muss zugeben, ich bin immer wieder überwältigt zu sehen, wenn so viele Menschen aufeinander treffen, weil sie sich ein Hobby teilen. Dass es das Lesen ist, dass alle  vereint, egal wie alt, egal woher, rührt mich tatsächlich ungemein. Da steht das Kindergartenkind neben der Omi, der Cosplayer neben dem Z-Promi. Das Frankfurter Messegelände ist ja an sich schon riesig. Die Vorstellung, dass hier in diesem Moment zeitgleich diese Massen herumspatzieren „nur“ um sich in Sachen Lesefutter inspirieren zu lassen, ist schon Wahnsinn.

Dass viele Menschen aber auch sehr viel Sauerstoff in einer Halle verbrauchen, wurde dem Besucher leider sehr schnell klar. Ausgerechnet an diesem Messewochenende hat es sich der Oktober überlegt noch einmal so richtig warm zu werden. Topwerte knapp unter 30°C sorgten in den Messehallen entweder, dank Klimaanlage, für arktische Kälte oder aber, dank Abwesenheit der Klimaanlage, für Massenschwitzen, inklusive diverser Ausdünstungen und akutem Sauerstoffmangel. Da wurde das entspannte Lesen und durch die Gänge schieben zur Kreislaufprobe. Ich bin wirklich froh, dass wir uns vorher so gut mit Getränken und „Notfallriegeln“ ausgestattet hatten, nur so haben wir uns gut auf den Beinen gehalten. Wer sich einmal durch die Massen bis zu den Ständen durchgeschlengelt hatte, wurde belohnt. Gefühlt ist die Frankfurter Buchmesse das Schlaraffenland der Buchnerds. Klappentexte studieren bis zum Umfallen! Cover begutachten! Neuerscheinungen auschecken! In Bücher reinlesen, über die man schon so viel gehört hat- und all das stundenlang.

Einige Besucher haben sich im Vorfeld  ein knallhartes System überlegt, um möglichst viel zu sehen und zu lesen, Hallenpläne studiert oder gar Zeitpläne und Listen erstellt. Auch wir haben es zumindest wirklich felsenfest vorgehabt unsere halbwegs sinnvoll getimte, grobe Wunschliste „abzuarbeiten“. Ihr ahnt es schon … Aber wir haben es wirklich, wirklich, wirklich versucht.  Die Ablenkungen und Versuchungen unterwegs waren einfach zu groß, wie schon Hänsel und Gretel sind wir einfach öfter „vom Weg abgekommen.“

Promi-Mekka Buchmesse

Auch wir geben es gern zu: wenn sich ein mehr oder weniger bekannter Mensch aus der Öffentlichkeit ankündigt, sind wir neugierig. Wie ist der so „in Echt“? Wie sieht der aus? Ist der nett? Auf der Frankfurter Buchmesse kann es dem geneigten Leser günstigerweise durchaus passieren, dass ein Prominenter, der sich als Autor versucht, vorbeispatziert oder sogar eine Signierstunde ansetzt. Da wir uns ja auch gern als „Büchergroupie“ bezeichnen, sind Autoren für uns ebenfalls sehr interessante Persönlichkeiten, die wir bei Gelegenheit natürlich auch gern treffen und zu ihren Büchern, oder zur ihrer Arbeit, befragen. Am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse gab es einen bunten Mix aus der Welt der (mehr oder weniger) Prominenten.

harald-glööckler-frankfurter-buchmesse

(Bildquelle: privat)

Designer Harald Glööckler war tatsächlich einer der Zuschauermagnete! Wir kamen kaum zum Stand durch, wurden zwischendurch noch vom Hessischen Rundfunk zu ihm als „Medienphänomen“ befragt und konnten selbst dann nur dieses unscharfe Foto schießen, bevor uns die Menschenmassen wegdrängten. Irre! Ach ja, Herr Glööckler hat übrigens sein neues Buch „Kirche, öffne dich“ beworben.

 

 

 

Armin Maiwald Frankfurter Buchmesse 2018

(Bildquelle: privat)

Da lobe ich mir doch Armin Maiwald. Ich bin mit diesem Mann quasi aufgewachsen, wie so viele in meinem Alter. Armin hat mir in der „Sendung mit der Maus“ die Welt erklärt und ich werde nie vergessen, wie er dabei das Kamerateam bei der Geburt seiner Tochter filmen ließ. Diesmal ging es weder um Mäuse, noch um Elefanten. Armin hat einen historischen Roman namens „Die Römer kommen“ geschrieben, wobei einige Infos darin wohl auf Fakten beruhen. Scheinbar ein Mann vieler Talente, denn auch bei der kurzen Fragerunde vor Ort, war er der geborene Entertainer.

 

Frank Thelen Frankfurter Buchmesse 2018

(Bildquelle: privat)

Er ist einer der Investoren der „Höhle der Löwen“ bei VOX. Die wenigsten wissen, dass Frank Thelen selbst mal ganz klein angefangen hat und sich mit Business-Rückschlägen auskennt. Auf der Frankfurter Buchmesse hat er seine Autobiografie „Startup-DNA“ vorgestellt, wobei diese nicht das klassische Portrait einer TV-Persönlichkeit ist. Vielmehr bekommen Gründer außerdem viele Einblicke und Tipps für die eigene Unternehmensgründung und Hinweise, wie aus einer fixen Idee ein millionenschweres Unternehmen werden kann. Sympathischer Typ, live tatsächlich mehr als im Fernsehen.

 

rita falk the booklettes frankfurter buchmesse

(Bildquelle: privat)

„Kaiserschmarrn-Drama“, „Dampfnudel-Blues“, „Winterkartoffel-Knödel“. Wer jetzt Hunger bekommt, hat noch keinen Krimi von Rita Falk gelesen. Auf der Frankfurter Buchmesse gab es eine Signierstunde mit der Autorin.

 

 

Lesen, Entdecken und Zuhören

Sonnenschein und Bücher, eine gute Kombi! Die Stimmung war allgemein sehr entspannt, egal wie voll es zwischendurch wurde. Auf dem Messegelände gab es einige Möglichkeiten die Seele baumeln zu lassen. Bei Lesungen im „Lesezelt“ mitten auf dem Innenhof, Relaxen in Hängematten und auf Sitzsäcken umringt von Leihbüchern, diversen Sofas oder einfach beim Leute gucken am Bachlauf inmitten kostümierter Cosplayer.  Highlights gab es neben den eigentlichen Stars, den Büchern, auch so einige. Wir haben z.B. am Stand von Thalia Buchhandlungen unsere persönlichen Lesezeichen gestaltet, erfuhren im Selfpublishing Area, welche Tipps erfolgreiche Autoren  im Genre „Romance“ Nachwuchstalenten mit auf den Weg geben und haben mindestens 173830 Klappentexte für euch gelesen.

Auf Wiedersehen, Frankfurter Buchmesse?

Ich bin persönlich tatsächlich etwas zwiegespalten, ob ich die Frankfurter Buchmesse auch im nächsten Jahr besuchen werde. Vorgenommen hatte ich mir viele Veranstaltungen und Lesungen zu besuchen, wann bekommt man schon mal so eine Chance in so kurzer Zeit so viele interessante Themen zu hören? Geschafft haben wir nicht einmal die Hälfte von den wenigen, die wir uns explizit rausgesucht hatten. Vorgenommen hatte ich mir Cecelia Ahern noch einmal während ihrer Signierstunde zu treffen. Hat nicht geklappt, zu spät angekommen, Schlange zu lang, Signierstunde vorbei. Vorgenommen hatte ich mir eine gute Zeit mit einer guten Freundin inmitten guter Bücher zu haben. Ob die Bücher tatsächlich alle so gut sind, wie sie zumindest zusammengefasst klingen, kann ich derzeit noch nicht sagen, werde es aber natürlich höchstpersönlich testen und berichten. Eine gute Zeit mit einer guten Freundin hatte ich definitiv, meine Erwartungen wurden sogar übertroffen.  Das gemeinsame Hobby an einem Ort wie der Buchmesse teilen zu können, inklusive Begeisterung und Erinnerungen daran, ist eigentlich schon Argument genug auch im nächsten Jahr wieder zu kommen. Dann mit weniger Planung im Vorfeld, wir stürzen uns einfach mitten hinein.

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