Zehn Wünsche bis zum Horizont Buch Buchcover Buchtipp Rezension

Frauenroman: Emma Heatherington – Zehn Wünsche bis zum Horizont

Es war ein verregneter Samstagnachmittag im März, an dem ich im Buchladen meines Vertrauens in meiner Heimatstadt unterwegs war, und eigentlich „nur mal schauen“ wollte. Das ist bei mir allerdings so, wie bei einigen der Besuch in der Drogerie, wenn man „nur schnell Taschentücher“ holen will, und am Ende mit einer Rechnung über 50€ rauskommt.

Ich stand also vor dem Tisch, hatte gefühlt Buch Nummer 172839 in der Hand- „Zehn Wünsche bis zum Horizont“. Ich hatte es schon wieder weggelegt und mich weiter umgeschaut, aber mich hat der Klappentext nicht losgelassen. Was mich an der Geschichte so beschäftigt hat, und wie mir letztendlich der Roman tatsächlich gefallen hat, lest ihr in der aktuellen Rezension.

Autor: Emma Heatherington

Verlag: Harper Collins

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Was sind die Dinge, die ihr noch in eurem Leben unbedingt erleben wollt? Es muss gar nichts Verrücktes sein, sondern einfach etwas, das ihr noch sehen oder fühlen wollt, jemanden, den ihr noch treffen möchtet. Jeder hat da so seine ganz persönliche „Bucket List“, wie es so schön heißt. Eine Art To Do-Liste fürs Leben.

Maggie wurde ein zweites Leben geschenkt, als sie das Herz von Lucy gespendet bekam. Jahrelang hat sie so versucht, relativ normal weiter zu leben, aber dennoch durchaus in dem Bewusstsein, wie viel Glück sie durch die Organspende hatte. Sie dankt dieser Unbekannten jedes Jahr an ihrem Geburtstag und versucht sonst einfach das Beste aus ihrem Leben zu machen, mit all seinen Höhen und Tiefen.

Als es plötzlich aber eher mehr Tiefen gibt, fällt Maggie in ein tiefes Loch. So sehr, dass es ihr schwer fällt überhaupt noch etwas auf die Reihe zu bekommen. Und genau dann, rettet Lucy Maggie zum zweiten Mal das Leben. Sie hat zu Lebzeiten eine Liste verfasst mit Wünschen, die sie sich selbst erfüllen möchte. Maggie, die nichts mehr zu verlieren hat, macht es sich zur Aufgabe, all das für sie zu erleben und zu erledigen und bemerkt gar nicht, welches wichtige Lebenskapitel hier beginnt, und welche wichtige Lehre, sie hierbei lernen wird.

Fazit: Zehn Wünsche bis zum Horizont

Dieses Buch ist definitiv kein vor sich hin plätschernder Roman. Er nimmt den Leser mit auf die Reise einer jungen Frau, die schon viel Leid erfahren musste und vor einer großen, erneuten Herausforderung steht- sich ihren Ängsten stellen, Neues zu entdecken und alte Pfade zu verlassen. Man leidet mit, freut sich über kleine Begebenheiten- aber vor allem fühlt man von Seite 1 alles sehr intensiv mit. Ich habe mich oft ertappt gefühlt, dass Maggie ähnlich denkt, wie ich. Das könnte am ähnlichen Alter liegen oder aber an einem großen Einfühlungsvermögen, dass Emma Heatherington hier an den Tag legt. Sie beschreibt Gedanken und Gefühle wunderbar genau, nimmt den Leser komplett mit, auf die emotionale Berg- und Talfahrt der Protagonistin, aber auch auf die sprichwörtlichen Reisen, die sie unternimmt. Ich wollte mit jeder Seite wissen, wie es weitergeht, ob sie die ganze Liste schafft, wie sie sich wohl entwickelt, ob es ein Happy End gibt, und vor allem, ob sie Frieden mit sich und ihrer Vergangenheit schließen kann.

Ich möchte nicht zu viel zum Ende sagen, außer, dass es mich sehr berührt hat- und auch sehr überrascht. Ich habe das Buch zugeklappt und wollte nicht, dass es vorbei ist. Und das halte ich für ein sehr gutes Zeichen!

 

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